München - Die Derbys zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund bieten immer Gesprächsstoff. bundesliga.de nennt die packensten Partien:

1997/98, 20. Spieltag: Borussia Dortmund - FC Schalke 04 2:2 (0:0)

Nach sechs überaus erfolgreichen Jahren, die im Gewinn der Champions League gipfelten, war Ottmar Hitzfeld ausgebrannt. Er verließ die Dortmunder Trainerbank und setzte sich als Sportdirektor auf die Tribüne. Seinem Nachfolger, dem Italiener Nevio Scala, hinterließ er ein schweres Erbe und eine Mannschaft, die ihren Zenit überschritten hatte.

So rumpelten sich die Borussen als Tabellen-Zehnter durch die Saison. Doch an einem kalten Freitagabend kurz vor Weihnachten war das alles egal. Da gastierte Schalke 04 im Westfalenstadion, das seinen UEFA-Cup-Sieg im gleichen Jahr besser verdaut hatte als die Dortmunder ihren Triumph in der Champions League.

Nach etwas müder 1. Halbzeit, in der immerhin Borussia-Talent Vladimir But den BVB per Freistoß in Führung schoss, gab es dem Seitenwechsel einen packenden Schlagabtausch mit einer dramatischen Schlussviertelstunde. Dem Ausgleich von Denis Kljujev (75.) folgte nur vier Minuten später die erneute Borussen-Führung durch einen von Andreas Möller direkt verwandelten Freistoß.

Alles deutete auf einen knappen Sieg des BVB hin, als bei einem Eckball in der Schlussminute Schalke-Keeper Jens Lehmann im Dortmunder Strafraum auftauchte. Der hatte noch etwas gut zu machen, sah er doch beim But-Freistoß schlecht aus. Es kam, wie es kommen musste. Der Ball segelte herein, wurde verlängert und landete im Fünfmeterraum bei Jens Lehmann, der unbedrängt im Stile eines Torjägers einköpfte. Es war der erste Bundesliga-Treffer eines Torwarts aus dem Spiel heraus.

Tobias Gonscherowski


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