München - Wer geglaubt hatte, dass die Karriere von Bastian Schweinsteiger nach dem tragischen Ende des letztjährigen Champions-League-Finales einen Knacks bekommen könnte, musste sich eines Besseren belehren lassen. Der 28-Jährige marschierte bei Bayern München in dieser Saison als Führungsspieler noch dominanter voran. Dass er deshalb von Trainer Jupp Heynckes erst in den vergangenen Tagen erneut als "bester Mittelfeldspieler der Welt" gewürdigt wurde, verwundert da nicht.

Zur Krönung fehlte Schweinsteiger, der schon seit 1998 beim FC Bayern spielt und inzwischen sechs Meistertitel feierte, ein ganz großer Titel: Und den hat er sich nun endlich geschnappt. Nach dem 2:1 im Champions-League-Finale gegen den BVB ist Schweinsteiger endlich ganz oben angekommen.

Seine Motivation in dieser Saison zog er aus der bitteren Niederlage gegen Chelsea. Diese habe ihn noch mehr angespornt, "es in diesem Jahr zu packen". Sein Vorteil sei aber auch gewesen, "dass ich nicht verletzt war, das ist für mich das Wichtigste". Ansonsten versuche er, sich "einzubinden" und zusammen mit Kapitän Philipp Lahm "die Mannschaft nach vorne zu bringen". Dies ist in der Liga und in der Königsklasse eindrucksvoll gelungen.

Trainer | Spieler | Torjäger | Aufsteiger | Leader | Transfers | Pechvogel | Tragische Figur | Typ | Aufholjagd | Umsteiger | Trennung | Coup