Die wohl einmalige Unglücksserie begann schon am 7. Juli im Testspiel gegen Wacker Innsbruck: Kreuzbandriss bei Alex Silva.

Und so ging es weiter, ein Leistungsträger nach dem anderen fiel beim Hamburger SV während der Hinrunde mit teilweise schwersten Verletzungen aus. Paolo Guerrero, Collin Benjamin, Mladen Petric, Ze Roberto und so weiter. Anfang Dezember, vor dem Europa-League-Spiel gegen Rapid Wien befanden sich elf Spieler im Lazarett oder waren zumindest nicht vollständig fit. "So eine Personalmisere habe ich noch nie erlebt", sagte Trainer Bruno Labbadia. Alle seriösen Planungen aus dem Sommer waren über den Haufen geworfen. Dennoch klagte Labbadia nie öffentlich. Das sportliche Ziel bis zur Winterpause wurde allerdings geändert. "Dranbleiben an der Spitze" lautete das Motto des Clubs, der nach sieben Spieltagen noch Tabellenführer war. Das ist gelungen, auch die Gruppenphase der Europa League wurde erfolgreich bewältigt. Im neuen Jahr kann es eigentlich nur besser werden.

Überblick|Trainer: Felix Magath|Glücksgriff: Jupp Heynckes|Enttäuschung: Hertha BSC |Torjäger: Stefan Kießling|Lazarett: Hamburger SV|Newcomer: Holger Badstuber|Schock: Robert Enke