Petit beeindruckte zuletzt bei der Europameisterschaft mit der portugiesischen Nationalmannschaft und will sich jetzt in der Bundesliga beweisen.

Mit vollständigem Namen heißt er: Armando Gonçalves Teixeira Petit. Aber alle nennen ihn nur Petit. Mit seinem langjährigem Club Benfica Lissabon wurde er 2005 Meister in Portugal, aber gegenüber bundesliga.de verrät der sympathische Denfensivspezialist, dass er mit Köln ganz andere Ziele hat, woher sein Spitzname kommt und was ihn am fußballverrückten Köln so reizt.

bundesliga.de: Petit, worauf freuen sie sich in der Bundesliga ganz besonders?

Petit: Ich hoffe auf eine gute Saison, vor allem, dass ich verletzungsfrei bleibe und dass es für die Fans und den 1. FC Köln einen erfreulichen Verlauf gibt.

bundesliga.de: Wir haben Ihnen etwas mitgebracht. Einige Bilder von der Meisterschaft des 1. FC Köln 1963. Köln war der erste Deutsche Meister in der Bundesliga überhaupt? Wussten Sie das?

Petit: Ich habe sogar persönlich die DVD des 1. FC Köln und bin über die Geschichte Kölns informiert und dass der Verein sehr viel Ruhm in der Vergangenheit hatte. Ich weiß aber auch, dass die letzte Jahre nicht so erfolgreich waren hier in Köln, vielmehr ging es vor allem um Abstieg und Wiederaufstieg. Ich hoffe aber, dass sich der Verein auch mit meiner Hilfe wieder in der Bundesliga etablieren kann.

bundesliga.de: Vor zwei Jahren spielten Sie bei der WM in Deutschland mit Portugal in Köln gegen Angola. Inwiefern war dieses Erlebnis auch ein Grund nach Köln zu wechseln?

Petit Das ist nicht der Grund. Hauptsächlich bin ich nach Köln gekommen, weil sie Trainer Christoph Daum und Manager Michael Meier sehr um mich bemüht haben. Der Manager ist sogar nach Lissabon gereist, um mich verpflichten zu können. Ein weiterer Grund ist aber auch die Nähe zu meiner Familie, meinem Bruder in Luxemburg und zu meiner Geburtsstadt Straßburg in Frankreich.

bundesliga.de: Woher kommt denn Ihr Spitzname Pittbull ?

Petit: Pittbull heiße ich seit meinem ersten Länderspiel. Bei den Trainingseinheiten lief ich so verrückt hin und her. Und Luis Figo sagte dann zum Trainer. Was ist denn mit dem Jungen los? Und der Trainer antwortete: Lass den Pittbull ruhig laufen, er wird uns noch viel bringen.

bundesliga.de: Was ist sportlich anders in Deutschland als das was Sie in den vergangenen Jahren in Portugal erlebt haben?

Petit: Der größte Unterschied ist, dass in der Bundesliga viele Vereine um die Deutsche Meisterschaft kämpfen, in Portugal sind es nur die drei großen, Benfica Lissabon, Sporting Lissabon und der FC Porto. Und ein besonders schönes Erlebnis ist natürlich, dass die Stadion in Deutschland bei allen Spielen voll sind, in Portugal sieht man das selten - außer bei den Spitzenspielen. Das ist auch ein wichtiger Grund, warum ich nach Deutschland gekommen bin.

bundesliga.de: Sie sind zu einem Club gewechselt, der aus einer fußballverrückten Stadt kommt. Wie sind Ihre Eindrücke vom fußballverrückten Köln?

Petit: Ich finde die Stimmung im Stadion und die Fans echt klasse. Es ist schon beeindruckend, wie der Verein unterstützt wird, das sieht man selten auf der Welt. Ich hoffe deshalb auch, dass ich durch gute Leistungen mit der Mannschaft diesen Fans noch mehr einheizen zu können, damit sie noch mehr geben für den Verein.