Lars Stindl, der sich in den ersten Wochen der Saison noch schwer tat bei Borussia Mönchengladbach, ist in den letzten Wochen regelrecht durchgestartet - © imago / Revierfoto
Lars Stindl, der sich in den ersten Wochen der Saison noch schwer tat bei Borussia Mönchengladbach, ist in den letzten Wochen regelrecht durchgestartet - © imago / Revierfoto
Bundesliga

Lars Stindl startet in Mönchengladbach durch

Mönchengladbach - Zum Saisonstart tat sich Lars Stindl noch sehr schwer bei Borussia Mönchengladbach. Wie die ganze Mannschaft. Doch inzwischen läuft es bei ihm und den Fohlen glänzend. Mit seinen beiden Toren beim 4:2-Erfolg gegen den FC Sevilla legte Stindl den Grundstein zum ersten Dreier der Borussia in der Champions League.

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Der "Man of the Match" kam spät in die Mixed Zone. Modisch gekleidet und mit einer Cap auf dem Kopf gesellte sich Lars Stindl lässig zur Meute der Medienvertreter, die bis eine halbe Stunde vor Mitternacht ausgeharrt hatten, um ein paar Aussagen des Doppelpackers zu ergattern. Stindl hatte das erste und letzte Tor der Borussia beim 4:2-Spektakel geschossen und eine überragende Leistung abgeliefert.

Unter Schubert blüht Stindl auf

Zwei Tore, ein Assist zum dritten Treffer von Raffael, eine Passquote von 90 Prozent beim Mitspieler angekommenen Zuspielen - die Daten stellen Lars Stindl ein glänzendes Zeugnis aus. In der Champions League ist er mit nun drei Treffern Borussias Torjäger Nummer 1, auch in der Bundesliga und im DFB-Pokal netzte er schon jeweils dreimal ein. "Die letzten Wochen haben gezeigt, dass Lars für uns ein sehr wichtiger Spieler ist", freute sich Borussia-Sportdirektor Max Eberl.

Das sah am Anfang der Saison noch ganz anders aus. Der damalige Trainer Lucien Favre wusste nicht so recht wohin mit Stindl. Er probierte ihn auf mehreren Positionen im Mittelfeld aus, überzeugen konnte der Ex-Hannoveraner nicht. Der Tiefpunkt war beim Hinspiel in Sevilla (0:3) erreicht, als Stindl so gut wie nichts gelang und er dann drei Tage später beim rheinischen Derby beim 1. FC Köln (0:1) 90 Minuten auf der Bank schmoren musste. Die weitere Entwicklung seitdem ist bekannt. Favre trat zurück, Schubert übernahm, Stindl blühte auf.

"Lars ist seit mehreren Spielen in einer guten Form. Er hält die Bälle gut, er verteilt sie gut. Er hat einen sehr guten Abschluss", sagt Fabian Johnson. Lars Stindl ist längst die gewünschte Verstärkung. Die Mitspieler honorieren das. "Tschüss Lars und danke für die zwei Tore", rief Granit Xhaka lachend durch die ganze Mixed Zone, als er Stindl bei dessen Interviewmarathon entdeckte. So kann das gerne weitergehen.

Aus Mönchengladbach berichtet Tobias Gonscherowski

"Fokus auf der Bundesliga" - Lars Stindl im Interview