Gladbachs Kapitän Lars Stindl sorgte mit einem Doppelpack für den Ausgleich in Leverkusen - © gettyimages / Lars Baron
Gladbachs Kapitän Lars Stindl sorgte mit einem Doppelpack für den Ausgleich in Leverkusen - © gettyimages / Lars Baron
Bundesliga

Gladbachs Stindl: "Jetzt wollen wir etwas entfachen"

Leverkusen - Der Aufwärtstrend von Borussia Mönchengladbach im Jahr 2017 geht weiter. Nach dem Punktgewinn in Darmstadt am vergangenen Wochenende drehte die Borussia beim Derby in Leverkusen ein verrücktes Spiel und machte aus einem 0:2-Rückstand noch einen 3:2-Erfolg. Beim ersten Auswärtssieg der Fohlen in dieser Saison wurde Borussia-Kapitän Lars Stindl mit einem Doppelpack zum Matchwinner - und anschließend sprach er über den Befreiungsschlag.

"Dieser Sieg spricht für unsere Moral"

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Frage: Lars Stindl, die Borussia hat das Spiel noch nach 0:2-Rückstand gedreht und 3:2 gewonnen. Sie waren mit Ihrem Doppelpack der Mann des Spiels. Wie bewerten Sie die Partie?

Lars Stindl: Ich glaube, dass wir auch in der ersten Halbzeit in der ersten halben Stunde ein gutes Auswärtsspiel gemacht haben. Wir hatten auch die ersten beiden Großchancen des Spiels, kriegen dann durch zwei Unachtsamkeiten zwei Gegentore nach Standards und geraten ins Hintertreffen. Wir haben uns in der Halbzeit noch einmal darauf besonnen, was wir gut gemacht haben. Wir hatten schon vor dem 1:2 die Chance auf den Anschlusstreffer. Der Sieg kam zwar etwas kurios zustande, war aber ganz sicher nicht unverdient.

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Frage: Waren Ihre beiden Tore auch für Sie persönlich ein kleiner Befreiungsschlag?

Stindl: Tore macht man immer gerne. Ich freue mich, dass ich meinen Beitrag leisten konnte und wir das Spiel gewonnen haben. Für mich persönlich war es eine schöne Randnotiz, dass ich getroffen habe, wichtiger aber war der Sieg der Mannschaft.

- © gettyimages / Lars Baron

Frage: Oscar Wendt hat gesagt, dass dieser Sieg noch mehr wert sein kann als nur die drei Punkte in einem Spiel.

Stindl: Da hat er recht. Insgesamt wollten wir wieder in die richtige Richtung gehen. Letzte Woche haben wir beim 0:0 in Darmstadt einen kleinen Schritt getan. Diesmal war es ein großer Schritt, der uns allen gut getan hat - auch im Hinblick auf die Tabellensituation und der Ergebnisse der anderen. Wir haben jetzt erst einmal unsere Auswärtsmisere verdrängt. Wir haben uns auf uns und unsere Arbeit fokussieren können. Jetzt können wir den Sieg genießen, müssen uns aber ab Dienstag den Fokus auf das Freiburg-Spiel richten.

Frage: Wie hat der neue Trainer Dieter Hecking die Mannschaft in den vergangenen vier Wochen angepackt? Wie haben Sie ihn erlebt?

Stindl: Der Trainer ist schon lange im Geschäft. Er hat seine Erfahrungen schon in verschiedenen Situationen und Tabellenregionen gemacht. Er hat Mannschaften nach oben geführt. Das versucht er nun auch mit uns. Er hat auch heute das Spiel ruhig und sachlich analysiert und uns wie gesagt auf den Weg gegeben, in der zweiten Hälfte zielstrebiger zu agieren. Das haben wir getan und wurden dann auch belohnt.

Frage: Wie bewerten Sie nun den Start mit vier Punkten aus zwei Spielen im Jahr 2017? Geht es weiterhin in erster Linie um den Klassenerhalt?

Stindl: Wir wissen um die Situation. Wir haben 20 Punkte und kennen die Tabelle. Wir wollen uns auf uns konzentrieren und unsere Leistung bringen. Dass es noch ein langer und schwieriger Weg wird, haben wir vom ersten Tag des neuen Jahres gesagt. Wir wollen jetzt versuchen, noch etwas zu entfachen. Aber über neue Ziele brauchen wir nicht zu diskutieren.

Aus Leverkusen berichtet Tobias Gonscherowski