Freud und Leid liegen bei Eintracht Frankfurt in diesen Tagen eng beieinander: Hatten sich die Hessen am Mittwochabend noch über ihren ersten Saisonsieg freuen dürfen, mussten sie einen Tag später eine Hiobsbotschaft hinnehmen.

Stürmer Ioannis Amanatidis, der in der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer gegen den Karlsruher SC im Nachholspiel des 4. Spieltags schoss, fällt auf unbestimmte Zeit aus.

Der Grieche muss am rechten Außenmeniskus operiert werden. Das erklärte Trainer Friedhelm Funkel.

Freude über Sieg verflogen

Schon vor dem KSC-Spiel hatten Knieprobleme Amanatidis zu schaffen gemacht. Deswegen stand er im Heimspiel gegen die Badener nicht in der Startelf, sondern wurde von Funkel erst eingewechselt (61.).

Der Ausfall des Kapitäns, der womöglich bis zur Winterpause passen muss, trifft die Eintracht hart. Die Freude über den Sieg und darüber, die Abstiegsplätze verlassen zu haben, ist schnell verflogen. Auch, weil drei weitere Spieler die Partie nicht unbeschadet überstanden haben.

Drei angeschlagene Spieler

Laut Funkel leidet Verteidiger Aaron Galindo an einer Schienbeinverletzung, Mittelfeldspieler Benjamin Köhler an Knieproblemen und Chris an Schulterschmerzen.

"Ich habe natürlich keine Purzelbäume geschlagen, als ich gehört habe, wer alles angeschlagen ist", gab Friedhelm Funkel preis. "Es ist für jede Mannschaft schwer, so viele wichtige Spieler zu ersetzen."

Großes Verletzungspech

Die Eintracht hat die gesamte Saison über mit großem Verletzungspech zu kämpfen. Schon seit Monaten kein Spiel bestritten haben Aleksandar Vasoski (Lungen-Operation), Christoph Preuß (Knieoperation), Alexander Krük (Mittelfußbruch) und Zlatan Bajramovic (Zehen-Operation).

Bis vor kurzem waren Ümit Korkmaz (Mittelfußbruch), Amanatidis (Muskelbündelriss) und Faton Toski (Oberschenkelverletzung) außer Gefecht. Aktuell sind außerdem noch Habib Bellaid (Muskelfaserriss) und Alexander Meier (Knie-Operation) zum Zuschauen verdammt.

"Die Spieler werden sich zerreißen"

"Man kann in unserer schwierigen Personalsituation einfach nicht die Ansprüche an die Mannschaft stellen, die man im Normalfall hätte", erklärt Funkel, der aber ankündigt: "Die Spieler, die uns noch zur Verfügung stehen, werden sich zerreißen. Wir werden gegen das Pech ankämpfen, wie gegen alles andere auch."

Am Samstag gehts für die Frankfurter nach Cottbus. Der FC Energie hat fünf Zähler und damit einen weniger als die Eintracht gesammelt und rangiert auf dem 17. Tabellenplatz.

Thorsten Schaff