Bremen - Der FC Bayern München ist gut aus den Startlöchern gekommen und hat auch das zweite Spiel im neuen Jahr gewonnen, wenn auch ohne Glanz und Gloria, dafür mit zwei Geniestreichen. Gegen Werder Bremen sorgten "Robbery" und ein perfekter getretener Freistoß von David Alaba für einen hart erkämpften 2:1-Erfolg. Spielerisch ist jedoch noch viel Luft nach oben, dass ist den Bayern aber auch bewusst.

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Eigentlich lief für die Bayern im Bremer Weserstadion alles nach Plan. Mit dem Pausenpfiff erhöhte der Rekordmeister auf 2:0. David Alaba hatte Maß genommen und einen Freistoß perfekt über die Mauer geschlenzt. Felix Wiedwald im Tor der Bremer war machtlos. "Ich hatte am Freitagabend noch mit Lewy und Xabi nach Training geübt und war dabei nicht sonderlich erfolgreich. Trotzdem habe ich mich gut gefühlt und da es als Linksfüßer eine gute Position war, habe ich dann geschossen", erklärte der Österreicher, der vier seiner letzten fünf Bundesliga-Tore per Freistoß erzielte.

Zuvor hatten die beiden Offensiv-Altmeister der Bayern für einen Geniestreich gesorgt. Der umtriebige Franck Ribery setzte sich über links durch und bediente Arjen Robben, der den Ball aus 15 Metern mit Wucht in die Maschen drosch. "Robbery" war wieder da. Es war jedoch das erste Mal seit Ende Februar 2015, das der Franzose dem Niederländer ein Tor auflegte. Arjen Robben traf zum siebten Mal im siebten Mal im siebten Spiel, gegen Werder hat der Niederländer immer gewonnen.

Nach Gegentreffer den Faden verloren

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Doch nach der Pause gab es einen Bruch im Spiel der Bayern nach dem Anschlusstreffer von Max Kruse. "Wir haben Probleme bekommen nach dem Tor, da haben wir den Faden verloren. Werder hat sehr gut gespielt, vor allem in der zweiten Halbzeit", räumte Bayern Coach Carlo Ancelotti ein und auch Torschütze Arjen Robben stellte fest: "Da gehst du 2:0 in Führung und dann muss es eigentlich vorbei sein. Wir müssen besser organisiert spielen und das Spiel in Ballbesitz kontrollieren. In der ersten Halbzeit haben wir auch zu viele Konter zugelassen. Es gibt noch einiges zu verbessern." Der Niederländer ist bereits in sehr guter Form. In seinen zwölf Bundesliga-Spielen in dieser Saison war er an neun Treffern beteiligt (Sechs Tore, drei Assists) – nur Robert Lewandowski toppt das (16).

Noch haben die Bayern Zeit sich zu verbessern, denn die wirklich wichtigen Spielen stehen noch bevor. "Das allerwichtigste ist, dass wir gewonnen haben. Aber es ist auch klar, dass wir besser spielen können und müssen. Die englischen Wochen kommen jetzt. Da warten richtige Brocken auf uns und da müssen wir besser agieren, als in den letzten beiden Spielen", erklärte Kapitän Philipp Lahm nach der Partie.

Die englischen Wochen kommen erst noch

Am kommenden Wochenende steht dann erst einmal das erste Heimspiel des Jahres an, zu Gast ist dann Schalke 04. Im DFB-Pokal wartet dann ebenfalls zuhause der VfL Wolfsburg im DFB-Pokal. Das wichtige Champions League-Duell mit Arsenal London ist noch zweieinhalb Wochen entfernt. Spätestens bis dahin sollte die Bayern noch besser in Form kommen. Noch suchen die Bayern ein wenig ihre Souveränität und Balance, doch schon gegen die Königsblauen am kommenden Samstag können sie weiter daran arbeiten.

Aus Bremen berichtet Alexander Barklage