Frankfurt/Main - Die Übertragungsrechte für die Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft sollen auch über 2012 hinaus bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten bleiben. Bei einer Außerordentlichen Sitzung in Berlin nahm das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) das von ARD und ZDF eingereichte Angebot an und stimmte einem neuen, bis 2016 laufenden Vertrag zu.

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger erklärt: "Wir freuen uns, dass wir auch in Zukunft unsere über viele Jahre bewährte Partnerschaft fortsetzen können. Die hohen Einschaltquoten bei Länderspielen zeigen immer wieder die große Akzeptanz und Sympathie, die unsere Nationalmannschaft bei den Menschen in Deutschland genießt. ARD und ZDF dokumentieren mit ihrem Interesse, welch wichtige Rolle der Fußball in unserer Gesellschaft spielt."

Transparentes Ausschreibungsverfahren

Dem Zuschlag durch das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes war erstmals ein transparentes Ausschreibungsverfahren vorausgegangen, in dessen Verlauf Interessenten auf unterschiedliche Wettbewerbe bieten konnten. Die Ausschreibungsfrist für die Teilnehmer begann am 15. April und ging am 16. Mai zu Ende. Das Rechtepaket für ARD und ZDF beinhaltet neben den Länderspielen der A-Nationalmannschaft auch alle Begegnungen der Frauen-Nationalmannschaft sowie die Spiele der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga von der Saison 2012/13 bis 2015/16.

Dr. Zwanziger verweist auf die positiven Effekte des neuen Vertrages: "Damit ist unter anderem auch gewährleistet, dass im Anschluss an die bevorstehende FIFA-WM in Deutschland die Länderspiele unserer Frauen weiterhin live im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt werden und sich der Frauenfußball auf dieser Grundlage kontinuierlich weiter entwickeln kann."

Niersbach zieht positives Fazit

DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach zieht ein äußerst positives Fazit des Ausschreibungsverfahrens: "Wir möchten uns auch ausdrücklich bei allen anderen TV-Anstalten für ihr Interesse bedanken. Die öffentlich-rechtlichen Sender bringen auch wegen ihrer starken regionalen Strukturen hervorragende Voraussetzungen mit. Durch dieses Gesamtpaket werden in Deutschland weiterhin einzigartige Bedingungen für die 3. Liga und den Frauenfußball geschaffen."

Ausgenommen von der Rechtevergabe sind die Qualifikationsspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zur Europameisterschaft 2016, die zentral von der UEFA vermarktet werden sollen.

Nach der erfolgreichen Vergabe dieses Rechtepakets wird der Deutsche Fußball-Bund nun zügig die Ausschreibung für den DFB-Pokal auf den Weg bringen. Eine Entscheidung über die Vergabe soll voraussichtlich bis September fallen.