Zakumi ist der Nachfolger Goleos, dem Maskottchen der WM 2006 in Deutschland
Zakumi ist der Nachfolger Goleos, dem Maskottchen der WM 2006 in Deutschland

"Ladumaaaaa" heißt "Tooooor"

Am Freitag (11. Juni) startet die Weltmeisterschaft in Südafrika. bundesliga.de erklärt Ihnen das Gastgeberland von A wie Apartheit bis Z wie Zakumi:

A wie Apartheid (Rassentrennung): Verschiedene Schulen, Zugabteile und Eingänge in Gebäude für Schwarze und Weiße: Noch bis 1994 litt Südafrika unter der Rassentrennung.

B wie Bafana Bafana: Umstrittener Spitzname des Nationalteams: "Die Jungs" fand Ex-Präsident Mbeki "nicht sehr bedeutungsvoll".

C wie Cricket: Komplizierter Sport, in Südafrika trotzdem eine große Nummer: Die "Proteas" sind Zweiter der Weltrangliste.

D wie Durban: Drittgrößte Stadt des Landes. Im "Miami Südafrikas" wurden 2007 die Qualifikationsgruppen ausgelost.

E wie Ellis Park: 1995 gewann Südafrika hier die Rugby-WM. Nun sogar in Johannesburg nur noch die Nummer zwei hinter Soccer City.

F wie Fish, Mark: Südafrikas erster Fußballstar. Gewann einst eine Wette, indem er 14 Abba-Songs in Interviews einbaute. Mamma mia!

G wie Gauteng: Kleinste Provinz Südafrikas, in der das WM-Herz schlägt. In Johannesburg und Pretoria finden 21 Spiele statt.

H wie Hodgson, Gordon: Wechselte 1925 vom FC Transvaal zum FC Liverpool. Hält dort mit 17 Hattricks noch immer einen Rekord.

I wie Igesund, Gordon: Erfolgscoach, der mit vier verschiedenen Clubs die Meisterschaft holte. Quasi der Felix Magath Südafrikas.

J wie Jo'anna: "Gimme Hope Jo'anna", sang Eddy Grant 1988 über Johannesburg und träumte dabei vom Ende der Apartheid.

K wie Kaiser Chiefs: Nein, kein Druckfehler. Die populäre Band aus Leeds benannte sich nach Südafrikas Top-Klub Kaizer Chiefs.

L wie Laduma: In Brasilien heißt es "Goooool", in Deutschland "Toooor", in Südafrika "Ladumaaaaa": Der Schrei der Ekstase.

M wie Mamelodi Sundowns: Orlando Pirates? Kaizer Chiefs? Nichts da: Der Rekordmeister der Profiliga (fünf Titel) kommt aus Pretoria.

N wie Ntsoelengoe, Patrick: Genannt "Ace", bester Fußballer in der Geschichte des Landes. Starb 2006 mit 51, bleibt unsterblich.

O wie Orlando Pirates: Populärster Club des Landes. Der Name wurde inspiriert vom Kinofilm "Unter Piratenflagge" mit Errol Flynn.

P wie Pretoria: Unzählige Wetten wurden mit der Frage nach der Hauptstadt gewonnen. Merke: Kapstadt oder Johannesburg sind falsch.

Q wie Qualifikation: 848 Spiele und 2337 Tore waren nötig, ehe die 32 WM-Teilnehmer feststanden. Das letzte Ticket ging an Uruguay.

R wie Robbed!: "Bestohlen!", titelte das Fachblatt "African Soccer", als Deutschland und nicht Südafrika die WM 2006 erhielt.

S wie Soccer City: Größtes Stadion Afrikas. 94.700 Fans werden am 11. Juli in Johannesburg erwartet, wenn das Finale ansteht.

T wie The Kop: Liverpools berühmte Fankurve hat ihren Namen aus Südafrika. Am Berg "Spion Kop" starben im Burenkrieg 383 Briten.

U wie Uhrzeit: Ist während der WM in Südafrika und Deutschland identisch. Gespielt wird um 13:30, 16 und 20:30 Uhr.

V wie Vuvuzela: So lang wie eine Kobra, so laut wie zehn Elefanten. Gehört in Südafrika zum Fußball wie Uwe Seeler zum HSV.

W wie World Cup: 37 Zentimeter hoch und 5,5 Kilo schwer: Der Nachfolger des "Coupe Jules Rimet" wird seit 1974 verliehen.

X wie Xhosa: Eine der großen schwarzen Ethnien des Landes, zu der auch Mandela gehört. In der Mehrheit Fans der Kaizer Chiefs.

Y wie Yeboah, Anthony: Glaubt an den Sieg "seiner" Ghanaer gegen Deutschland. "Ghana kann jeden schlagen", so der Ex-Frankfurter.

Z wie Zakumi: Goleos Nachfolger als WM-Maskottchen. "ZA" steht für Südafrika, "Kumi" heißt "10". Macht zusammen: "Südafrika 2010".