bundesliga.de präsentiert die Reaktionen der Trainer vom 12. Spieltag.

Werder Bremen - Borussia Dortmund 1:1 (1:0)

Thomas Schaaf (Werder Bremen): Beide Mannschaften haben alles geboten, was den Fußball so attraktiv macht. Wir wollten natürlich gewinnen, aber unter dem Strich geht das Unentschieden absolut in Ordnung. In der zweiten Halbzeit hat uns mehr und mehr die Ballsicherheit gefehlt, davon haben die Dortmunder profitieren können.

Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Ich bin nicht unzufrieden mit dem Punktgewinn, auch wenn ein Sieg möglich war. Insgesamt kann man sagen, dass wir mit einem nicht unwichtigen Erfolgserlebnis zurück nach Dortmund fahren können. In der ersten Halbzeit haben wir nur ordentlich mitgespielt, das reicht in Bremen eben nicht.


Hertha BSC - 1. FC Köln 0:1 (0:0)

Friedhelm Funkel (Hertha BSC): Für uns ist das eine sehr, sehr unglückliche Niederlage, die aus meiner Sicht unverdient ist. Meine Mannschaft hat alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Sie war aggressiv und laufstark, aber am Ende stehen wir mit 0:1 da. Das ist ganz, ganz bitter. Die Situation sieht nicht gut aus für uns, wir liegen am Boden. Aber wir werden wieder aufstehen und noch die notwendigen Punkte für eine Aufholjagd holen. Davon bin ich fest überzeugt.

Zvonimir Soldo (1. FC Köln): Das war ein typisches Spiel zwischen zwei Mannschaften, die unten stehen. Wir haben nicht spielerisch überzeugt, aber unsere Einstellung war gut. In der ersten Halbzeit hatten wir zuviele leichte Ballverluste, die uns in Bedrängnis brachten. Insgesamt war es kein schönes Spiel aber ich werde mich nicht entschuldigen, dass wir gewonnen haben.


Hannover 96 - Hamburger SV 2:2 (1:2)

Andreas Bergmann (Hannover 96): Für uns war es ein glücklicher Punktgewinn. Wir waren nicht so präsent und konnten den HSV in seiner Spielkultur nicht stören. Immerhin haben wir große Moral bewiesen, aber auch ich hätte den Elfmeter eher nicht gegeben.

Bruno Labbadia (Hamburger SV): Das ist ein bitteres Ergebnis für uns, die Mannschaft hat gut gearbeitet. Man muss ihr für die Art wie sie immer wieder Auftritt ein Kompliment machen. Umso ärgerlicher ist es, dass wir nicht belohnt sondern unfair behandelt wurden.


Bayern München - FC Schalke 04 1:1 (1:1)

Louis van Gaal (Bayern München): Unser Ziel war es, Schalke zu schlagen. Das ist uns leider nicht gelungen. Wir haben in den ersten zehn Minuten nicht gut gespielt, waren dann aber sehr dominant. Wir hatten Möglichkeiten, es fehlten aber immer zwei, drei oder fünf Zentimeter. Das muss sich ändern. Es ist frustrierend, dass wir in der zweiten Halbzeit kein Tor gemacht haben, wir hätten das verdient gehabt.

Felix Magath (Schalke 04): Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Überhaupt bin ich auch mit dem Auftritt zufrieden. Wir haben das, was wir können, gut umgesetzt. Etwas traurig bin ich, dass wir nach einer guten Anfangsphase nicht weiter den Mut hatten, nach vorne zu spielen. So haben wir das Spiel langsam abgegeben und mehr reagiert. Wir sind in der zweiten Halbzeit unter Druck geraten, haben aber gut verteidigt und nicht viele Chancen zugelassen. Deshalb ist das 1:1 auch verdient.


Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart 0:0

Michael Frontzeck (Borussia Mönchengladbach): Die Mehrzahl der Torchancen war auf unserer Seite, deswegen hätten wir eigentlich gewinnen müssen. Gegen Stuttgart erarbeitet man sich nicht so ohne weiteres fünf bis sechs Möglichkeiten, da hätte auch mal eine davon reingehen dürfen.

Markus Babbel (VfB Stuttgart): Mit dem Punkt werden wir sehr gut leben können, zumal wir am Anfang des Spiels nicht wirklich auf dem Platz gestanden haben. Dann konnten wir die Partie kontrollieren, ohne aber wirklich zwingend nach vorne zu spielen. Die geistige Frische hat uns etwas gefehlt, was aber auch angesichts des schweren Programms der vergangenen Wochen nicht verwunderlich ist.

1. FSV Mainz 05 - 1. FC Nürnberg 1:0 (1:0)

Thomas Tuchel (1. FSV Mainz 05): Es liegt in der Natur der Sache, dass es mir nach diesem Sieg richtig gut geht. In der ersten Halbzeit haben wir sehr ordentlich gespielt. Nach dem Seitenwechsel hatten die Spieler offenbar das Gefühl, etwas zu verlieren zu haben. Aber egal, wir haben alles reingeworfen. Heute zählen nur die drei Punkte.

Michael Oenning (1. FC Nürnberg): Wir sind selbst schuld, dass wir verloren haben. In der ersten Halbzeit sind wir nicht richtig ins Spiel gekommen. Nach dem Seitenwechsel sind wir für unseren Aufwand nicht belohnt worden. Dass der Treffer von Peer Kluge kurz vor Schluss wegen Abseits nicht anerkannt wurde, ist bitter, aber es bringt nichts, mit dieser Entscheidung zu hadern.


1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg 1:2 (1:0)

Ralf Rangnick (1899 Hoffenheim): Das Spiel hat gezeigt, dass eine Halbzeit, in der man richtig gut spielt, nicht reicht. In der zweiten Halbzeit haben wir vor allem in der ersten Viertelstunde alles vermissen lassen. Deshalb ist es nicht unverdient, dass wir das Spiel am Ende verloren haben.

Armin Veh (VfL Wolfsburg): Ich habe schon vorher gewusst, dass es nach dem Highlight in der Champions League nicht leicht für uns wird. Der Gegner war sehr aggressiv, und wir konnten unser Passspiel überhaupt nicht entfalten. Die zweite Halbzeit war komplett anders, und deshalb geht der Sieg am Ende auch völlig in Ordnung.


VfL Bochum - SC Freiburg 1:2 (0:1)

Heiko Herrlich (VfL Bochum): Ich bin natürlich enttäuscht, dass wir gegen einen Gegner, der zu schlagen gewesen wäre, verloren haben. Beim 0:1 waren wir im Tiefschlaf, das war ein Verhalten wie bei einer Jugendmannschaft. Danach war die Verunsicherung groß. In der zweiten Halbzeit ist der Ausgleich aber folgerichtig gefallen. Es war einfach ärgerlich, dass wir in dieser Phase das Spiel nicht entschieden haben.

Robin Dutt (SC Freiburg): Das war ein besonderer Sieg für uns, weniger für die Tabelle. Wir haben eine wahnsinnig emotionale Woche hinter uns. Es war nicht einfach, uns nach dem Tod unseres Präsidenten Achim Stocker vorzubereiten. Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft. Wenn man mit der letzten Aktion noch den Siegtreffer erzielt, ist das aber auch ein wenig glücklich.


Bayer Leverkusen - Eintracht Frankfurt 4:0 (3:0)

Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen): Die Mannschaft lernt relativ schnell. Auf Schalke haben wir einen komfortablen Vorsprung verspielt. Heute hat die Mannschaft nach einer exzellenten ersten Hälfte nach der Pause sehr clever gespielt.

Michael Skibbe (Eintracht Frankfurt): Wir sind in den ersten 15 Minuten überrollt worden. Wir hatten Angst vor der eigenen Courage. Abgesehen von Pirmin Schwegler habe ich zu wenig von meiner Mannschaft gesehen. Wir müssen uns bei Eintracht Frankfurt in den nöchsten ein bis eineinhalb Jahren völlig anders aufstellen, um in der Bundesliga konkurrenzfähig zu bleiben.