"Das war's für mich. Ich habe geschrien, geflüstert, gegähnt, gefroren, geschwitzt und gezittert. Aber ich habe Spaß gehabt in den 36 Jahren. Halten Sie der ARD-Bundesliga-Konferenz die Treue."

Mit diesen Worten verabschiedete sich Radioreporter-Ikone Manfred Breuckmann am Samstag um 17.22 Uhr nach 36 Jahren von seiner Hörergemeinde.

Beim Bundesligaspiel VfL Bochum gegen den 1. FC Köln (1:2) war er zum letzten Mal im Einsatz und legte das Mikro bei der legendären Bundesligakonferenz zur Seite. Die Kollegen hatten an seinen Reporterplatz im Bochumer Stadion eine Flasche Sekt gestellt.

Ehrung durch die DFL

Auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) ehrte den 57-Jährigen. "Mit seinem einzigartigen Stil, der hervorragenden Mischung aus Kompetenz und Witz hat Manni Breuckmann über viele Jahre die Herzen der Fans erobert. Seine Reportagen in der ARD-Schlusskonferenz waren Kult, damit hat er einen festen Platz in der Bundesliga-Geschichte", erklärte DFL-Geschäftsführer Tom Bender, der Breuckmann ein Geschenk der Bundesliga überreichte - ein persönliches Cover des offiziellen Bundesliga-Magazins.

Die Klubs aus Bochum und Köln überreichten Breuckmann zum Abschied Vereinstrikots.

"Das wird keine Katastrophe für mich"

"Wenn man nach so langer Zeit das letzte Mal am Mikrophon sitzt, dann wird das bestimmt ein ganz emotionaler Augenblick", hatte er bereits zuvor erklärt, aber auch versichert: "Das wird keine menschliche Katastrophe für mich."

Von seinem im Sommer gefassten Entschluss, in den Vorruhestand zu gehen, rückte Breuckmann trotz viel guter Zurede nicht mehr ab: "Es kann nicht schaden, wenn man in einem Alter, in dem noch alles funktioniert, einen Wechsel vollzieht."

Langweilig wird es dem Radio-Reporter jedenfalls nicht werden. Sein nächstes Projekt: Ein Buch über die 50 spektakulärsten Momente im deutschen Fußball.