Mönchengladbach - Max Kruse war einer der Shootingstars der vergangenen Saison. Mit elf Treffern und neun Assists hatte der 25 Jahre alte Offensivspieler enormen Anteil am sensationellen 5. Platz des SC Freiburg. Jetzt geht Kruse, der im Sommer für die deutsche Nationalmannschaft debütierte, für Borussia Mönchengladbach auf Torejagd.

Nach seiner ersten Trainingseinheit im BORUSSIA-PARK stellte sich der Gladbacher Neuzugang den Fragen der Journalisten und sprach über...

...seine ersten Tage bei den "Fohlen": "Ich bin gestern nach Mönchengladbach gekommen und bin erst einmal in ein Hotel gezogen. Die kommenden Tage werde ich dazu nutzen, eine Wohnung zu finden. Sie sollte nicht zu weit weg sein, denn ich möchte nicht so weite Fahrten zum Training haben."

...den Trainingsstart: "Ich beschäftige mich jetzt erst einmal nur mit den Dingen, die wesentlich sind. Das heißt, dass wir uns als Mannschaft in den kommenden Wochen auf den Pflichtspiel-Auftakt vorbereiten und die Laufwege aufeinander abstimmen wollen. Ich selbst versuche mich zunächst in meiner neuen Mannschaft zurechtfinden, das ist zunächst einmal das Wichtigste. Alles weiteres lasse ich auf mich zukommen."

...die große Erwartungshaltung: "Ich weiß, dass die Erwartungshaltung gerade durch meine Einsätze in der Nationalmannschaft eine andere geworden ist. Ich selbst mache mir aber keinen Druck und versuche, nicht viel darüber nachzudenken. Ich selbst habe den Anspruch an mich, die vergangene Saison zu bestätigen, weil ich nun weiß, was möglich ist."

...seine Ziele: "Wir haben noch nicht groß über die Zielsetzung gesprochen, aber ich denke, dass alle den Anspruch haben, wieder international dabei zu sein. Es ist viel Qualität im Team, mit Raffael haben wir auch noch einen sehr guten Offensivspieler dazu bekommen. Wir wollen nach Möglichkeit besser abschneiden als in der vergangenen Saison. Das heißt, wir peilen die Qualifikation für die Europa League an."

...seine Lieblingsposition: "Ich spiele am liebsten auf der "Neuneinhalb", wie man jetzt neuerdings sagt. Auf dieser Position ist man viel im Spiel, deswegen fühle ich mich dort am wohlsten. Aber ich habe letzte Saison in Freiburg auch oft als Spitze gespielt, was ich vorher noch nie gemacht habe - und das hat mir auch viel Spaß gemacht. Aber im Endeffekt ist es mir egal will ich immer meine beste Leistung abrufen, egal auf welcher Position."

...die Nationalmannschaft: "Es war eine sehr turbulente Spielzeit für mich, mit einem relativ schnellen Aufstieg von der 2. Bundesliga bis in die Nationalmannschaft. Ich habe die USA-Reise mit der DFB-Elf sehr genossen, weiß sie aber auch richtig einzuschätzen, schließlich waren viele Stammkräfte nicht dabei. Dennoch bin ich natürlich ein wenig stolz, dass ich meine ersten beiden Einsätze im Nationalteam absolviert habe."

...den Pflichtspiel-Auftakt: "Unser erstes Spiel ist in Darmstadt, der DFB-Pokal ist nicht zu verachten, da wollen wir unbedingt die erste Runde überstehen, um weiter dabei zu sein. Das wird eine schwere Aufgabe, aber wir werden die nächsten Wochen nutzen, um uns optimal darauf vorzubereiten."