Bad Ragaz - Bereits am Mittwoch, 8. Juli, kam Max Kruse im Mannschaftshotel des VfL Wolfsburg beim Trainingslager in Bad Ragaz an. Nach dem ersten Training mit den neuen Kollegen wurde der Neuzugang am Donnerstag offiziell vorgestellt.

Im brandneuen Auswärtstrikot nahm der 27-Jährige auf dem Podest neben Geschäftsführer Klaus Allofs sowie Cheftrainer Dieter Hecking Platz und machte sogleich deutlich, warum er sich für einen Wechsel zum VfL entschieden hat. "Ich möchte bei einem der Top-Clubs in Deutschland spielen, dazu gehört der VfL. Ich glaube und hoffe, dass wir in den nächsten Jahren eine noch bessere Entwicklung nehmen können", so der 13-malige Nationalspieler.

Anderer Stürmertyp im Kader

Dieter Hecking indes machte deutlich, warum der VfL sich die Dienste des Angreifers gesichert hat. "Nach der Verpflichtung von Max haben wir gesagt, dass wir noch einen anderen Stürmertypen wollten, als die beiden, die wir bereits im Kader haben. Wir wollen nicht zu ausrechenbar werden", betonte der Wölfe-Coach, der in Kruse einen Spieler sieht, der als Offensivmann vom Zentrum auch auf mal auf die Flügel ausweicht oder sich die Bälle aus der Tiefe holt. Ausschließen wollte Hecking auch nicht, dass die Grün-Weißen in Zukunft auch hin und wieder mit zwei Spitzen spielen könnten.

All das ist im Moment jedoch noch Zukunftsmusik. Neu-VfLer sich physisch zunächst auf den Stand seiner Kollegen bringen. "Ich habe im Urlaub schon etwas gemacht", sagte Kruse. "Es ist aber auch klar, dass ich noch nicht bei 100 Prozent bin. Ich werde versuchen, so schnell wie möglich auf mein bestes Level zu kommen." Zudem will sich der ehemalige Gladbacher schnellstmöglich ins Team integrieren. Dabei unterstützend tätig sein könnten Aaron Hunt, Naldo und Daniel Caligiuri, die Kruse bereits aus Bremer beziehungsweise Freiburger Zeiten kennt.

Konkurrenzkampf mit Bendtner und Dost

Erste lockere Gespräche gab es auch bereits mit Nicklas Bendtner und Bas Dost. Zu dritt wird man zukünftig um den oder die Plätze in der Startelf kämpfen, was die neue Nummer elf der Wölfe bei einem Club auf dem Level wie der VfL es hat, für selbstverständlich hält. "Wir spielen in drei Wettbewerben, da werden auf jeder Position zwei bis drei Spieler gebraucht, die auf hohem Niveau spielen können. Diese Situation gilt es anzunehmen. Es bedeutet aber nicht, dass man sich abseits des Platzes nicht verstehen muss.“