Bundesliga

Bojan Krkic: "Ich will ein normaler Spieler sein"

Mainz - Am Sonntag verfolgte er das 1:1 seiner neuen Kollegen gegen Borussia Dortmund von der Tribüne aus, am Montagmorgen trainierte er erstmals für seinen neuen Klub und am Montagnachmittag wurde er vom 1. FSV Mainz 05 der Presse vorgestellt: Bojan Krkic soll bei den Nullfünfern den Anfang Januar nach Wolfsburg abgewanderten Yunus Malli in der Kreativzentrale ersetzen. Der 26 Jahre alte Techniker wurde bis zum Saisonende von englischen Erstligisten Stoke City ausgeliehen.

"Ich freue mich, hier zu spielen"

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"Er gibt uns etwas, was wir noch nicht haben", sagt FSV-Trainer Martin Schmidt, der zugibt, dass die Verpflichtung von Krkic auch neue Reize setzen soll: "Jetzt denken alle einmal, oha, jetzt holen die Mainzer plötzlich einen mit Reputation." Und auch FSV-Manager Rouven Schröder, der das befristete Leihgeschäft als wirtschaftlich und sportlich darstellbar bezeichnete, erklärte: "Bojan hat eine gewisse Strahlkraft. Dass sich ein Spieler mit diesem Renommee für uns entscheidet, ist schön. Er hat schon was erlebt und ist der Spieler, der den Unterschied machen kann. Aber alleine hat noch keiner Spiele gewonnen."

Krkic, Sohn eines serbischen Vaters und einer spanischen Mutter wurde in der Nachwuchsschmiede La Masia des FC Barcelona ausgebildet und bestritt 184 Pflichtspiele für Barca. Mit dem katalanischen Renommierklub gewann er an der Seite von Lionel Messi 2009 und 2011 die Champions-League. Unter dem Trainer Frank Rijkaard gefördert, verließ Krkic den FC Barcelona, nachdem Pep Guardiola das Traineramt bei Barca übernommen hatte. Nun wechselt er nach Stationen beim AS Rom, dem AC Mailand, Ajax Amsterdam und Stoke City nach Mainz und in die Bundesliga.

... über seine Lieblingsposition: "Ich habe in den letzten Jahren häufig als hängende Spitze gespielt, als Verbinder zwischen dem Mittelfeld und der Strafraumgrenze. Ich kann aber auch auf den Flügeln spielen, am Ende entscheidet der Trainer."

... über seine Erfahrungen in England und Italien: "Der größte Lerneffekt ist unabhängig vom Land und vom Club immer, dass man sich den jeweiligen Verhältnissen anpassen muss. Sich auf die verschiedenen Spielstile und die verschiedenen Ansätze der Trainer einzustellen, erweitert den fußballerischen Horizont."

... über seinen Berater, die Barca-Legende Charles Puyol: "Als ich als kleiner Junge bei Barca angefangen habe, habe ich Charles im Stadion spielen sehen. Später war es dann eine Ehre für mich, von ihm als Mannschaftskollege zu lernen. Nun ist er mein Berater und Freund."

... über Familie: "Ich werde in Mainz alleine im Hotel wohnen. Meine Freundin und meine Familie reisen gerne, die werden mich bald besuchen."

Aus Mainz berichtet Tobias Schächter