Der Herbstmeister hat das Siegen verlernt. Acht Mal in Folge hat 1899 Hoffenheim inzwischen nicht mehr gewonnen, der letzte Dreier gelang beim Rückrundenstart im Heimspiel gegen Energie Cottbus. Bis auf den 6. Platz wurden die 1899er sogar durchgereicht.

Und so fragen sich viele User des offiziellen Bundesliga Managers: Ist die Krise des Bundesliga-Aufsteigers inzwischen auch im OBM angekommen? Die Antwort lautet nein, denn im Großen und Ganzen bringen die Hoffenheimer Profis weiter sehr gute Leistungen und genießen das Vertrauen der Manager.

Natürlich schmerzt der Ausfall von Vedad Ibisevic empfindlich. Am 17. Bundesligaspieltag, dem letzten Einsatz vor seinem Kreuzbandriss, glänzte der Bosnier in 7168 OBM-Duellen mit insgesamt 1969 Toren. Diesen Toren müssen alle Ibisevic-Einkäufer in der laufenden Rückserie notgedrungen hinterher trauern.

Copados große Lücke

Auch der Verkauf von Fancisco Copado riss eine nicht zu unterschätzende Lücke in manchen Kader. 968 Mal kam Copado am letzten Hinrundenspieltag virtuell zum Zug und schoss 235 Tore. Eine gute Quote von etwa einem Treffer in je vier Spielen.

Doch grundsätzlich sind Hoffenheimer im OBM noch immer gefragt. Die Defensivspieler Andreas Beck, Marvin Compper und Tobias Weis zählten zu der Elf der OBM-Lieblinge des Monats März. Aus keiner anderen Mannschaft wurden sonst drei Spieler so oft verpflichtet.

Obasi und Ba immer erfolgreicher

In Abwesenheit von Ibisevic legen die Sturmkollegen Demba Ba und Chinedu Obasi erst richtig los. Obasi schaffte eine herausragende Torquote am 26. Spieltag: 295 Tore in 809 Spielen, das macht eine Quote von rund 0,36. Am 17. Spieltag kam Obasi auf eine Quote von 0,30.

Nur geringfügig schlechter die Bilanz von Demba Ba. Hoffenheims Nummer 9 ließ es am vergangenen Spieltag 2298 Mal in 6781 Spielen krachen; bedeutet eine Quote von 0,33, ergo alle drei Spiele ein Treffer von Ba. Am 17. Spieltag stand Ba in nur 5816 Mannschaften und schoss 1689 Tore (Quote 0,29).

Aufsteiger Strifler

Als völlig krisenfest erweist sich Andreas Beck. Der Mann für die rechte Abwehrseite steht auf allen Einkaufslisten der OBM-Manager ganz oben. Kam der Blondschopf am 17. Spieltag in immerhin schon 4611 Teams zum Zug, so taucht Beck drei Monate später mittlerweile in mehr als 7000 (!) Mannschaften auf.

Im Sog der Hoffenheimer Überflieger ist auch ein Talent der 1899er in die Höhen des OBM gezogen worden, das noch keine Bundesligaminute für die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick absolviert hat. Jonas Strifler, im Dezember 2008 Mitglied in 220 OBM-Teams, absolvierte am 26. Spieltag 3318 virtuelle Spiele!

Stefan Kusche