Köln - Der SV Werder Bremen ist bereit, vorbereitet auf die Rückrunde und gerüstet für den Abstiegskampf. Derzeit rangiert das Team von Trainer Viktor Skripnik auf dem Relegationsplatz (Platz 16). Die Vorfreude auf den Start der zweiten Saisonhälfte ist groß: "Wir freuen uns jetzt auf das Heimspiel gegen Hertha BSC und darauf, dass es endlich wieder losgeht", äußert sich Freistoßspezialist Zlatko Junuzovic.

Nach einer erfolgreichen Vorbereitung herrscht Aufbruchstimmung beim SV Werder Bremen. Mit Konkurrenzkampf, einem rückkehrenden Franco Di Santo und wichtigen Erkenntnissen aus der Vorbereitung, blicken die Bremer dem Start der Rückrunde entgegen.

"Die Jungs verstehen, was wir wollen"

Eine Woche vor dem Rückrundenstart in der Bundesliga hat sich die Elf von Viktor Skripnik beim 3:2-Testspiel-Erfolg in Hannover in guter Verfassung präsentiert. Entsprechend zufrieden sind die Spieler und Trainer nach der Partie: "Wir haben durchaus gute Ansätze gezeigt", befand Kapitän Clemens Fritz. Einziges Ärgernis ist laut Werder-Coach Viktor Skripnik mit einem Augenzwinkern die Tatsache, dass die Bremer "die drei Punkte nicht mit in die Liga nehmen können".

Im letzten Testspiel vor dem Rückrundenstart haben Philipp Bargfrede, Franco Di Santo und Levent Aycicek für die Grün-Weißen getroffen, die am Ende mal wieder Comeback-Qualitäten gezeigt haben. "Ich bin froh, dass wir Fortschritte machen. Natürlich gehören Niederlagen oder schwarze Tage auch zur Vorbereitung, aber wir haben die vergangenen Wochen genutzt. Das macht mich optimistisch. Die Jungs verstehen, was wir wollen. Diese Ideen wollen wir jetzt in der Rückrunde besser umsetzen", so Skripnik.

Auch die breite Aufstellung des Kaders spielt nach Einschätzung von Kapitän Clemens Fritz eine wichtige Rolle: "Der Konkurrenzkampf belebt und ist gut für das gesamte Team, denn jeder weiß dadurch, dass er Vollgas geben muss. Wir freuen uns auf nächste Woche, wenn wir in einem hoffentlich ausverkauften Weser-Stadion spielen."

Casteels erstmals zwischen den Pfosten beim SVW

Bis zum Ende der Saison steht Koen Casteels auf Leihbasis beim SV Werder Bremen unter Vertrag. Nach der Vertragsunterschrift, dem offiziellen Foto-Shooting und einer Medienrunde, hat der 22-Jährige seine erste Trainingseinheit mit den neuen Kollegen absolviert. Im Testspiel gegen Bundesliga-Konkurrent Hannover 96 hat er zudem bereits Spielpraxis zwischen den Pfosten beim SVW gesammelt. "Es war uns wichtig, dass Koen die Mannschaft nicht nur aus dem Training, sondern auch aus dem Spiel kennt. Er war lange verletzt, die 30 Minuten heute haben ihm gut getan. Man hat gemerkt, dass er ein erfahrener Mann ist, der sofort Kommandos gibt", äußert sich Trainer Skripnik.

Mit der Verpflichtung des ehemaligen belgischen Junioren-Nationaltorhüters hat der SV Werder auf dieser Position mehr Tiefe geschaffen. Der Ex-Hoffenheimer soll „den Konkurrenzkampf anheizen und Druck auf die Nummer eins machen", so der Geschäftsführer Sport, Thomas Eichin. Der Neuzugang selbst stellt sich voll in den Dienst der Mannschaft: "Ich werde alles geben, um dem Team zu helfen", verspricht Casteels, der bereits auf 41 Einsätze in der Bundesliga zurückblicken kann.

Vorfreude auf Stürmer Franco Di Santo

Mit einem intensiven Spiel auf Kleinfeld und Fußballtennis ging es am Sonntagmorgen weiter. Verzichten musste Skripnik dabei auf Fin Bartels, der die Einheit nach dem Warmmachen frühzeitig beendete. "Ich habe gestern im Spiel einen Tritt auf den Zeh bekommen. In den Fußballschuhen schmerzt das etwas, deshalb höre ich vorsichtshalber auf. Ich gehe aber davon aus, dass ich die kommenden Tage normal trainieren kann", gab der Offensivmann sogleich Entwarnung.

Neben Linksverteidiger Santiago Garcia, Janek Sternberg sowie Philipp Bargfrede, die ebenfalls nicht mittrainierten, ist die Sehnsucht der Bremer nach Franco Di Santo groß. „Er bewegt sich gut. Er hat sich gewünscht, so viel wie möglich zu spielen und die 70 Minuten waren sehr wichtig für ihn. Natürlich bekommt Franco jetzt wie jeder andere Spieler auch die Behandlung. Dann müssen wir schauen, wie fit er zum Rückrundenstart gegen Hertha BSC ist."

Am Sonntag startet der SV Werder Bremen im Spiel gegen Hertha BSC in die Rückrunde. Dann beginnt die heiße Phase im Kampf um den Klassenerhalt.