Zusammenfassung

  • Der 1. FC Köln hat mit Jorge Meré ein vielversprechendes Innenverteidiger-Talent verpflichtet.

  • Der U21-Nationalspieler Spaniens wird in seinem Heimatland schon mit Sergio Ramos und Gerard Pique verglichen.

  • Beim FC soll er künftig zentraler Bestandteil der Abwehrkette sein.

Köln - Dass der 1. FC Köln auf europäischer Bühne vertreten ist, hat sich herumgesprochen. Deswegen hatten die Geißböcke am Ende auch gute Karten im Poker um das spanische Talent Jorge Meré, das in der Domstadt am Rhein sogar einen Fünfjahresvertrag unterschrieben hat. Dem 20-jährigen Innenverteidiger steht eine große Zukunft bevor.

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Mit Mere hat der FC ein echtes Juwel unter Vertrag genommen. In Spanien wird der U21-Nationalspieler schon als Nachfolger von Sergio Ramos und Gerard Pique gehandelt, deren internationale Karrieren sich langsam dem Ende neigen. Von Ramos hat er die Bissigkeit in den Zweikämpfen und seine aggressive Abwehrarbeit. Pique ähnelt er wiederum wenn es darum geht, das Spiel mit Übersicht von hinten aufzubauen. Da ist Mere für sein Alter schon sehr weit und spielt den genauen Pass aus der Defensive zur Spieleröffnung.

Im Grunde bringt der 20-Jährige alles mit, was man von einem mordernen Verteidiger erwartet. Neben den bereits genannten Eigenschaften ist Mere schnell, kopfballstark und kann ein Spiel hervorragend lesen. Das ist auch dem FC nicht verborgen geblieben, der schon länger ein Auge auf den Innenverteidiger geworfen hatte.

Bei Sporting Gijon war Meré zueltzt unangefochtener Stammspieler in der Innenverteidigung. Trotz seines noch jungen Alters hat er bereits 56 Einsätze in der spanischen La Liga in seiner Vita stehen, dabei schon mehrfach Wettkampfreife gegen Weltstars wie Lionel Messi oder Cristiano Ronado nachgeweisen. Und dennoch konnte auch er den Abstieg von Sporting Gijon nicht verhindern. Der Wechsel in die Bundesliga scheint nun ein logischer Schritt in der Entwicklung des Juwels.

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Der FC darf sich dabei auf einen Spieler freuen, der alle U-Nationalmannschaften Spaniens durchlaufen hat. "Er ist für sein Alter sehr weit", sagte Kölns Geschäftsführer Jörg Schmadtke nach der Vertragsunterzeichnung. Wer sich diesen Sommer mit der U21-EM beschäftigt hat, dem sollte Meré wahrscheinlich noch ein Begriff sein, schließlich stand der Defensiv-Spezialist im Finale der favorisierten Spanier gegen Deutschland 90 Minuten auf dem Platz. Das Spiel gewann bakanntlich die DFB-Elf, dennoch hat Meré zumindest schon den Titel der U19-Europameisterschaft im Trophäenschrank stehen.

Keine Frage, dass Meré also direkt eine zentrale Rolle im Defensivverbund der Domstädter spielen soll, sei es in der Dreier- oder Viererkette, einnehmen soll. Nach der Rückkehr von Neven Subotic zu Borussia Dortmund gibt es nicht zuletzt aufgrund der Dreifachbelastung mit der Europa League handlungsbedarf beim FC. Und für den Spanier bietet sich ganz nebenbei erstmals die Möglichkeit, Europapokal-Luft zu schnuppern. Ein Win-Win-Situiation für beide Seiten.