Zusammenfassung

  • Bei der Kölner Niederlage in Stuttgart erzielt Heintz ein Tor

  • Die Kölner Talfahrt hält weiter an

  • Der Innenverteidiger hofft auf die Wende im "Endspiel" gegen Bremen

Stuttgart - Mit einem Traumtor machte er den zwischenzeitlichen Ausgleich für den 1. FC Köln in Stuttgart. Am Ende aber blieben für Kölns Abwehrchef Dominique Heintz wieder nur das bittere Ende und null Punkte. Im Interview nach dem Spiel sprach Heintz über seine Gefühle und die sportliche Misere der Kölner.

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Frage: Dominique Heintz, nach dem schlechten Saisonstart jetzt noch diese bittere Niederlage in Stuttgart. Finden Sie da überhaupt noch Worte?

Dominique Heintz: In den ersten 35 Minuten haben wir hervorragenden Fußball gespielt und hatten jede Menge Torchancen. Da hat nur das Tor gefehlt. Wir waren aggressiv, eng am Mann und haben als komplette Mannschaft gefightet. Wir machen später den Ausgleich und mit ein wenig Glück kriegen wir sogar noch einen Elfmeter. Dann gewinnen wir das Spiel. So aber kriegen wir in letzter Sekunde ein "Kullerding" – so verrückt ist der Fußball. Wenn es einmal nicht läuft, kommt eben alles zusammen.

Frage: Die Entscheidung des Schiedsrichters, keinen Elfmeter zu geben – kann man das Spieler begreifen?

Heintz: Dazu will ich nichts sagen. Wir konzentrieren uns auf unser Spiel, aber es ist natürlich schwer, wenn man immer wieder bestraft wird. Erst wartet man gefühlte zehn Minuten auf die Entscheidung des Schiedsrichters, und dann auch noch das Tor für die Stuttgarter – dann weiß man, wie man sich als Spieler fühlt. Da gibt es kein schlimmeres Gefühl.

© imago / Jan Huebner

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Frage: Wurde Ihre Mannschaft durch die Diskussionen aus der Konzentration gerissen? Beim entscheidenden Stuttgarter Treffer wirkte sie unorganisiert.

Heintz: Naja, am Ende ging es nur noch hin und her. Am Ende hatten wir noch die Riesenchance zum Ausgleich, aber Zieler hält sehr gut. Das Glück ist einfach nicht auf unserer Seite, obwohl wir gut Fußball spielen. Wir fighten, werfen alles rein, aber wir müssen auch die Tore machen.

Frage: Wie viele Rückschläge können die Kölner noch verkraften?

Heintz: Es ist bewundernswert, wie wir immer wieder zurückkommen, auch wenn die Ergebnisse nicht für uns sprechen. Wir brauchen Punkte. Heute haben wir gut gespielt, haben aber wieder null Punkte, was ich als unverdient empfinde.

Frage: Langsam aber müssen die Punkte kommen, die Zeit läuft …

Heintz: Wir probieren ja alles. Momentan läuft einfach sehr viel gegen uns. Heute wäre ein Punkt für den Kopf okay gewesen, so ist es wieder ein Schlag ins Gesicht. Jetzt müssen wir aufstehen, am nächsten Sonntag haben wir ein Heimspiel gegen Werder Bremen, das ist ein richtiges Endspiel. Dann müssen wir alles investieren, wir brauchen unbedingt die drei Punkte.

Aufgezeichnet von Jens Fischer