München - Die 13 ist eine besondere Zahl - ob sie dem 1. FC Köln, der auf diesem Tabellenplatz steht, aber Glück oder Unglück bringt, bleibt abzuwarten. Ein bisschen Hilfe könnten die "Geißböcke" am Freitag gegen Hoffenheim jedenfalls gebrauchen (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Denn nach dem enttäuschenden 0:2 in Mainz braucht das Team dringend ein Erfolgserlebnis. 1899 Hoffenheim verlor zwar am Dienstag in letzter Minute mit 1:2 gegen Bayern München, dürfte aber ein unangenehmer Gegner für den FC sein - Tabellenplatz 3 mit 10:5 Toren belegt das ebenso wie die Zuversicht, die Hoffenheims Profis ausstrahlen.

Rangnick setzt wohl auf zwei Stürmer

"Wir sollten in Köln punkten und wollen auf Sieg spielen, so dass wir in den nächsten zwei Partien noch so viele Punkte wie möglich holen", sagt Mittelfeldspieler Tobias Weis. "Natürlich wollen wir die drei Punkte aus Köln entführen." Möglich, dass Trainer Ralf Rangnick nach der leicht defensiveren Variante gegen Bayern nun wieder auf drei Stürmer setzt. Dann käme wohl Peniel Mlapa wieder von Beginn an zum Einsatz.

Da sich Neuzugang Sebastian Rudy mit seinem couragierten Auftritt gegen den Rekordmeister für weitere Einsätze in der Startelf empfohlen haben dürfte, ist eine Variante mit vier Mittelfeldspielern und zwei Angreifern wahrscheinlicher. Weis, Luiz Gustavo und Sejad Salihovic, der gegen München mit einem Freistoß nur den Pfosten traf, sind im Mittelfeld gesetzt. Im Sturm blieben zwei Plätze für Demba Ba und Vedad Ibisevic. "Es gilt, Bayern zu vergessen", sagt der Bosnier, der gegen den FCB sein zweites Saisontor erzielte und auch in Köln treffen will.

Bilanz in Köln: 0 Punkte 1:7 Tore

Köln hingegen will nach dem 1:0 gegen den FC St. Pauli im letzten Heimspiel endlich damit anfangen, zuhause eine Serie zu starten. In der Bundesliga gewann der 1. FC Köln dort allerdings bislang noch keine Begegnung gegen Hoffenheim. Vergangene Saison setzte es in der Hinrunde gar eine enttäuschende 0:4-Klatsche. Carlos Eduardo, Chinedu Obasi, Demba Ba und Vedad Ibisevic wirbelten die an diesem Tag überforderte FC-Abwehr gehörig durcheinander. Insgesamt steht die Kölner Bilanz bei null Punkten und 1:7 Toren.

Hoffenheim bezeichnete Soldo als "schwierigen Gegner". Vergangene Saison habe man versucht, zuhause offensiv gegen die Kraichgauer zu Werke zu gehen, daraufhin habe man sich die herbe Pleite eingefangen. "Entscheidend ist aber nicht, mit wie vielen Stürmern wir gegen Hoffenheim spielen. Wichtig ist, dass wir zum Abschluss kommen", befand der Kroate. Dazu müsse man anders als gegen Mainz in die Zweikämpfe gehen. Dass der FC weiß, wie die Kraichgauer zu knacken sind, bewies man indes beim bisher letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams in der vergangenen Rückrunde. In der Rhein-Neckar-Arena feierte der FC einen 2:0-Erfolg dank zweier Tore des polnischen Nationalspielers Adam Matuschyk.

FC-Formation: Soldo hofft auf Geromel

Nun möchte die Mannschaft von FC-Coach Zvonimir Soldo endlich auch zuhause den ersten Bundesligasieg gegen Hoffenheim perfekt machen. Soldo hofft auf einen Einsatz von Pedro Geromel, in Mainz noch bester Kölner, aber mit einer Muskelverhärtung ausgewechselt.

Dafür wird nicht nur defensiv eine gute Leistung erforderlich sein. Nationalspieler Lukas Podolski hofft denn auch, dass sein FC endlich auch offensiv überzeugen kann.