In einem Testspiel gewann 1899 Hoffenheim gegen den 1. FC Nürnberg mit 2:1. Die Partie zwischen dem Bundes- und dem Zweitligisten wurde im Schöneburgstadion in Crailsheim gespielt.

"Mit dem Spiel und dem Ergebnis kann ich leben", konstatierte "Club"-Trainer Michael Oenning nach den durchaus unterhaltsamen 90 Minuten.

Ralf Rangnick musste in diesem Testspiel gleich auf eine ganze Reihe seiner Spieler verzichten. So sind Boubacar Sanogo, Isaac Vorsah, Andreas Beck, Jonas Strifler und Marco Terrazzino mit ihren nationalen Auswahlteams unterwegs.

Demba Ba, Chinedu Obasi und Sejad Salihovic trainierten am Nachmittag individuell nach ihren Verletzungen am Hoffenheimer Trainingszentrum.

Trotz vieler Verletzter überlegen

Bei beiden Mannschaften dauerte es, ehe der Ball in den eigenen Reihen flüssiger lief. In der 22. Minute bot sich 1899 Hoffenheim die erste Gelegenheit.

Carlos Eduardo legte sich aus 25 Metern den Ball zu einem Freistoß zurecht, scheiterte jedoch an Torhüter Daniel Klewer. Auf der Gegenseite konnte sich auch Timo Hildebrand auszeichnen.

Erst scheiterte Goncalves mit einem Sechs-Meter-Kopfball an Timo Hildebrand (20.), dann blieb der Ex-Nationalkeeper auch bei einem Reinhardt-Schuss aus 20 Metern Sieger (23.), und schließlich blieb auch Marcel Risses 22-Meter-Schuss beim Schlussmann hängen (29.).

Fünf Minuten später probierte es Wellington im Strafraum, doch der Ball strich am linken Eck vorbei.

1:0 gleich nach Wiederanpfiff

Hoffenheim begann die zweite Hälfte erfolgreich. Wellington kam wenige Sekunden nach Wiederanpfiff an der Strafraumgrenze an den Ball und lupfte diesen geschickt über Keeper Klewer hinweg zur Führung in die Maschen.

Nach diesem Treffer war Hoffenheim die bestimmende Mannschaft. In der 60. Minute dann das nächste Tor. Kevin Conrad eroberte den Ball und passte schnell in die Spitze.

Hemlein staubt ab

Über Wellington und Weis gelangte der Ball nach außen zu Carlos Eduardo, der querlegte auf den mitgelaufenen Christoph Hemlein. Der Juniorenspieler musste den Ball nur noch zum 2:0 über die Linie drücken.

Danach wechselte Trainer Ralf Rangnick gleich mehrfach aus. Conrad, Compper und Eduardo machten in der 73. Minute Platz für Loviso, Szarka und Schäfer. In der 80. Minute wurden Strähle für Hildebrand und Neupert für Hemlein eingewechselt.

Nürnberg kommt noch mal ran

In den Schlussminuten nahm das Spiel noch einmal Fahrt auf. Tobias Weis scheiterte in der 80. Minute an Club-Torwart Klewer. Auf der Gegenseite traf Dominik Reinhardt mit einem Freistoß in der 83. Minute zum 1:2-Anschlusstreffer. Nürnberg machte noch mal Druck, konnte aber keinen Treffer mehr erzielen.

"So ein Spiel dient dazu, im Rhythmus zu bleiben. Es hat seinen Zweck erfüllt", resümierte Oenning, dessen Team am Montag wieder am Sportpark Valznerweiher beim Training in Aktion tritt und die Trainingswoche vor dem Heimspiel gegen TuS Koblenz beginnt.

Auch sein Gegenüber Ralf Rangnick fuhr zufrieden in die andere Richtung der A6 heim: "Es war ein gutes Spiel vor einer tollen Kulisse. Ich denke, die Zuschauer sind auf ihre Kosten gekommen."

Aufstellung Hoffenheim: Hildebrand (80. Strähle) - Janker, Compper (73. Loviso), Nilsson, Conrad (73. Schäfer) - Carlos Eduardo (73. Szarka), Luiz Gustavo, Weis, Teber - Wellington, Hemlein (80. Neupert).

Aufstellung Nürnberg: Klewer - Reinhardt, Wolf, Goncalves, Pinola - Risse (46. Mönius), Mnari, Judt, Stiefler - Vidosic (70. Hörber), Boakye.

Tore: 1:0 Wellington (46.), 2:0 Hemlein (60.), 2:1 Reinhardt (83.)