Christian Eichner ist mit dem KSC gewachsen. Er lernte in der Karlsruher Jugend, setzte sich bei den Profis rasch durch, er stieg auf und trägt derzeit die Kapitänsbinde in Vertretung für Maik Franz.

Der 26-Jährige hat sich etwas aufgebaut. Das will er nun weiter ausbauen und "in die Rolle des Führungsspielers hineinwachsen", wie er sagt. Vor seinem Gastspiel in Berlin am Sonnabend erleichterte sich seine Mannschaft mit einem Erfolg über den Bremer Vizemeister und bot eine leidenschaftliche Leistung, die es nun zu bestätigen gilt.

"Dann können wir in Ruhe Weihnachten feiern und im neuen Jahr mit vollem Elan die Rückrunde angehen", so Eichner, der im Interview mit herthabsc.de über die Hinrunde und den nächsten Gegner Hertha BSC spricht.

Frage: Herr Eichner, Ihren Erfolg gegen Werder Bremen haben Sie sich zuletzt leidenschaftlich verdient. Wie groß war bei Ihnen die Erleichterung nach den vergangenen Wochen?

Christian Eichner: Die Erleichterung war riesengroß. Es war ein sehr wichtiger Sieg, um wieder zurück in die Erfolgsspur zu kommen. Vielleicht können wir den Erfolg von letzter Woche jetzt in Berlin mit einem Sieg vergolden.

Frage: Der KSC wurde in dieser Saison oft durch späte Gegentore um seinen Lohn gebracht. Ist diese letzte Entschlossenheit, die Sie noch in Cottbus vermisst hatten, wieder auf Ihrer Seite?

Eichner: Es ist erst ein Spiel nach langer Durststrecke, da ist absolut Vorsicht geboten. Trotz all der Leidenschaft, Emotion und Entschlossenheit, mit der wir gespielt haben. Deshalb gilt es aufzupassen, nicht den zweiten vor dem ersten Schritt zu tun. Ganz oben steht, unsere Leistung in Berlin zu bestätigen. Dann können wir in Ruhe Weihnachten feiern und im neuen Jahr mit vollem Elan die Rückrunde angehen.

Frage: Sie selbst sorgten mit dem Siegtor gegen den VfL Bochum für einen gelungenen Start in die Saison. Wie erklären Sie sich die durchwachsene Entwicklung danach?

Eichner: Wir haben zwei wichtige Spieler verloren, die für unsere Art sehr wichtig waren. Das und andererseits die Neuzugänge, die einfach eine Zeit gebraucht haben, dazu der fehlende Rhythmus durch die Länderspiele und die Spielabsagen. Dazu kam, dass durch die Serie von Niederlagen der einzelne Spieler nichts aufbauen konnte. Knackpunkt war das Spiel in Frankfurt (1:2). Das steckte den Spielern wochenlang in den Kleidern.

Frage: Am kommenden Sonnabend tritt der KSC in Berlin an und beschließt die Hinrunde. Was erwarten Sie von dieser Begegnung?

Eichner: Hertha ist für mich die große Überraschung der Saison. Sie haben eine in den Ansätzen vergleichbare Entwicklung wie wir im letzten Jahr, da sie sehr, sehr effizient agieren. Sie verfügen über eine sehr starke Innenverteidigung und haben im Angriff Spieler, die ein Spiel entscheiden können. Ich denke, es wird eine ausgeglichene Partie und hoffe, dass bei uns auswärts die Null hinten steht.

Frage: Bekommen wir einen Tipp von Ihnen?

Eichner: Ich tippe auf ein 1:1.

Das vollständige Interview finden Sie auf der Webseite von Hertha BSC.