10.000 Kilometer von der Heimat entfernt hat der deutsche Meister Bayern München unter seinem neuen Trainer Jürgen Klinsmann ein erstes Ausrufezeichen gesetzt.

Vor allem dank des dreifachen Torschützen Lukas Podolski gewann der FC Bayern trotz erheblicher Personalprobleme das Testspiel gegen den asiatischen Champions-League-Sieger Urawa Red Diamonds souverän mit 4:2 (3:0).

"Für die Offensivabteilung war es sehr wichtig, dass die Spieler überzeugen konnten. Gerade Lukas Podolski hat dadurch enorm Selbstvertrauen getankt und erhöht durch seine Leistung den Druck auf Luca Toni", sagte Ex-Profi Fredi Bobic, der als Co-Kommentator für N24 live mit am Ball war, gegegnüber bundesliga.de.

Stark verbessert

Zehn Tage vor ihrem ersten Pflichtspiel-Auftritt im DFB-Pokal bei Drittligist Rot-Weiß Erfurt zeigten sich die Münchner, die zuletzt gegen die Bundesliga-Konkurrenten 1. FC Köln (0:0) und Borussia Dortmund (1:2) sieglos geblieben waren, über weite Strecken stark verbessert.

Neben Podolski konnte sich im Saitama Soccer Stadium zu Urawa auch Sturmpartner Miroslav Klose in Abwesenheit des angeschlagenen Torjägers Luca Toni gegen den Zweiten der J-League in Szene setzen.

Gute Vorstellung der Stürmer

Der 30-Jährige brachte die Bayern mit seinem ersten Treffer in der Vorbereitung in der 16. Minute mit 1:0 in Führung. Podolski erhöhte in der 21. Minute auf 2:0. Nach einem Heber von Bastian Schweinsteiger brachte der Angreifer noch die Fußspitze an den Ball. In der 43. Minute war der 23 Jahre alte Stürmer nach Zuspiel von Klose erfolgreich.

Nach dem Wechsel krönte "Poldi" mit einer sehenswerten Direktabnahme zum 4:1 (63.) seine starke Vorstellung. Für die vom Deutschen Gert Engels trainierten Japaner, Kooperationspartner der Münchner, hatten Tsukasa Umesaki (56.) und Yuki Abe (80.) getroffen.

Ohne sieben

Klinsmann, der mit den Bayern vor allem in der Champions League hohe Ziele verfolgt und offensiven Fußball sowie Begeisterung angekündigt hat, musste beim dreitägigen Japan-Trip auf sieben Spieler verzichten.

Toni, Martin Demichelis, Tim Borowski, Jörg Butt, Franck Ribery sowie die beiden Olympia-Teilnehmer Breno und Jose-Ernesto Sosa waren nicht dabei. Zudem musste Willy Sagnol wegen Problemen an der Achillessehne kurzfristig passen.