Dortmund - Nach dem nahezu perfekten Champions-League-Spiel in Anderlecht (3:0) richtet Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp in der Pressekonferenz den Blick bereits auf das kommende Spiel gegen den Hamburger SV.

Obwohl mit dem HSV der Tabellenletzte am Samstag (ab 15:00 Uhr im Liveticker auf bundesliga.de) bei der Borussia gastiert, bescheinigt Klopp der Mannschaft von Joe Zinnbauer eine "hohe Qualität im Kader". Zu gut sind noch die Erinnerungen an das letzte Aufeinandertreffen im Februar, als die Hamburger in einer ähnlichen Krise steckten und den BVB mit 3:0 nach Hause schickten. Hakan Calhanoglu traf aus 40 Metern. "Ein Tor des Jahrzehnts", erinnert sich Klopp.

"Der HSV und wir haben Probleme. Jetzt geht es um die Frage: Wer löst sie besser", sagte der 47-Jährige auf der Pressekonferenz. "Wir wollen die Derby-Scharte ausmerzen. Eine Wende vollzieht man aber über mehrere Spiele", so Klopp weiter.

"Die Jungs sind gallig"

Dass die Startschwierigkeiten in der Bundesliga auf individuellen Fehlern basieren, jedoch keine Frage der Einstellung sind, betonte Klopp gleich mehrfach: "Wer die Einstellung dieser Mannschaft in Frage stellt, hat Alzheimer. Wenn das so wäre, würde ich ihr täglich in den Arsch treten. Die Jungs sind gallig."

Die zunehmende Rotation in der Startelf sieht Klopp dabei als notwendiges Übel. Er lasse einen fitten Shinji Kagawa nicht etwa aus Spaß draußen. "Es geht körperlich leider nicht anders."

Ji vor Rückkehr

Derweil machen die Verletzten weiter Fortschritte. Vor allem Marco Reus und Jakub Blaszczykowski bescheinigte Klopp deutliche Fortschritte. Gegen den HSV kommen sie aber noch nicht in Frage. Lediglich Don-Won Ji, der zuletzt Spielpraxis in der U23 sammelte, könnte laut Klopp in den Kader rücken.