Köln -  Bereits am Samstag um 15:30 Uhr könnte Shinji Kagawa beim Heimspiel gegen den Sport-Club Freiburg (ab 15 Uhr im Live-Ticker) sein Comeback für Borussia Dortmund feiern. Jürgen Klopp deutete einen Einsatz Donnerstag auf der Pressekonferenz an.

Zwar beendete Kagawa das Training am Donnerstagnachmittag vorzeitig. Der Japaner, auf dem viele Hoffnungen beim BVB ruhen, fasste sich einer Meldung der "Ruhrnachrichten" zufolge an die Leiste, wechselte noch ein paar Worte mit Jürgen Klopp und verließ anschließend den Platz.

Zorc rechnet mit Kagawa-Einsatz

Doch nach dem Training gab Kagawa Entwarnung, der Japaner steht wohl gegen Freiburg zur Verfügung. BVB-Manager Michael Zorc sagte in der "Bild": "Es war eine Vorsichtsmaßnahme. Wir gehen davon aus, dass er Samstag spielen kann.“

Wichtig vor dem Hintergrund, dass Marco Reus und Jakub Blaszczykowski verletzungsbedingt noch mehrere Wochen ausfallen und Jonas Hofmann gerade an den 1. FSV Mainz 05 verliehen wurde. Die vielumjubelte Rückholaktion von Shinji Kagawa kommt also eigentlich genau zur richtigen Zeit.

Der Japaner, der mit Manchester United die volle Saisonvorbereitung absolviert hat, dort aber unter Trainer Louis van Gaal keine Perspektiven mehr sah, steht voll im Saft und könnte neben dem derzeit gesetzten Henrikh Mkhitaryan im Zentrum oder über die offensiven Außenpositionen eingesetzt werden.

"Er wird seine Spielminuten bekommen"

"Er ist jetzt zwei Jahre weiter, zwei Jahre erfahrener. Es ist schön, ihn wieder in der Kabine zu haben“, sagte Jürgen Klopp am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Freiburg-Spiel. "Ich habe ein gutes Gefühl, dass ihn die Atmosphäre am Samstag und die Freude der Leute beflügeln kann“, so der BVB-Coach weiter, der den Fans damit klar zu verstehen gab, dass ein Comeback gegen die Breisgauer unmittelbar bevorsteht. In die Karten schauen ließ sich Klopp aber noch nicht: "Er wird seine Spielminuten bekommen. Aber ich will noch nicht sagen, ob er anfängt." Aussagen, die Klopp vor dem Training am Nachmittag machte.

Anders als beispielsweise Ciro Immobile (Klopp: "Er braucht Zeit, um sich in diese Mannschaft zu integrieren"), ist Kagawa mit der Spielweise der Dortmunder vertraut. Als Spielgestalter führte er den Club zu zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg. Eine längere Eingewöhnungsphase, wie es sie auch bei Ilkay Gündogan und Robert Lewandowski gab, könnte damit entfallen. Beim Testspiel gegen die eigene Reserve brauchte Kagawa gerade einmal 13 Minuten für sein erstes Tor.

Kommunikation auf Japanisch

Mit seinem Trainer versteht sich der Dortmunder Hoffnungsträger ohnehin blind: Auf die Frage, in welcher Sprache er mit Kagawa überhaupt kommuniziere, antwortete Jürgen Klopp auf der Pressekonferenz schlicht: "Japanisch!"

Karol Herrmann

Video: Das Kagawa-Fieber steigt