Mit Coach Fred Rutten hat Jefferson Farfan schon beim PSV Eindhoven zusammengearbeitet. Nun will der Stürmer beim FC Schalke 04 für Furore sorgen.

Im Interview verrät der Peruaner, auf welcher Position er sich am wohlsten fühlt und wie man Meister wird.

Frage: Sie trainieren jetzt seit über einer Woche auf Schalke. Wie gefällt es Ihnen hier?

Jefferson Farfan: Mit dem Empfang, der mir von Seiten der Mitspieler und des Trainerstabes bereitet wurde, bin ich mehr als zufrieden. Jetzt kann ich es kaum erwarten, dass die Saison beginnt. Allerdings schiebe ich zur Zeit noch Sonderschichten, um pünktlich zum Saisonbeginn topfit zu sein.

Frage: Warum trainieren Sie nicht mit der Mannschaft?

Farfan: Weil für den PSV Eindhoven als Meister die Saison schon Ende April beendet war, haben wir anschließend nicht mehr so hart trainiert. Aus dem Grund bin ich noch nicht so weit wie meine Teamkollegen.

Frage: In den vergangenen sechs Jahren sind Sie mit Alianza Lima beziehungsweise dem PSV Eindhoven sechs Mal in Serie Meister geworden. Hat Schalke mit Ihnen eine Garantie auf den Titel eingekauft?

Farfan: (lacht) Vertraglich ist nichts geregelt. Ich bin aber mit einer sehr großen Vorfreude angereist und habe auf Schalke ein Umfeld vorgefunden, das regelrecht auf Erfolg getrimmt ist. Natürlich wäre es auch für mich eine große Sache, schon im ersten Jahr hier Deutscher Meister zu werden. Ich kann aber lediglich versprechen, dass wir alles daran setzen und aufopferungsvoll für den Titel kämpfen werden.

Frage: Ihr Spitzname lautet "kleine Robbe". Woher stammt der?

Farfan: Der Spitzname geht zurück auf meinen Onkel Roberto Farfan. Er wurde "Robbe" genannt, weil er beim Torjubel die Zunge herausgestreckt und Bewegungen wie eine Robbe gemacht hat. Als sein Neffe habe ich dann den Spitznamen "Foquita" bekommen, was man als kleine Robbe übersetzen kann.

Frage: Hilft es Ihnen bei Ihrer Integration, dass so viele Südamerikaner in der Mannschaft sind?

Farfan: Natürlich ist es hilfreich. Aber meine anderen Teamkollegen möchte ich hier nicht außen vor lassen. Wir haben untereinander ein sehr gutes Verhältnis und es scheint fast so, dass wir auf eine bestimmte Weise alle eine Sprache sprechen.

Frage: Haben Sie bereits einen Deutsch-Lehrer?

Farfan: In nächster Zeit werde ich jemanden haben, der mir die grundlegenden Dinge der deutschen Sprache beibringt. In den Niederlanden habe ich schon einmal einen solchen Unterricht genießen können und die Sprache sehr schnell gelernt. Da es Parallelen zwischen Niederländisch und Deutsch gibt, hoffe ich, dass mir das Lernen nicht allzu schwer fällt.

Frage: Auf welcher Position fühlen Sie sich am wohlsten?

Farfan: In Eindhoven habe ich auf mehreren Positionen gespielt: auf der linken oder rechten Seite und in der Mitte. Auf Schalke wurde noch nicht angedeutet, auf welcher Position man mich einsetzen will, aber ich bin absolut flexibel. Am besten und stärksten fühle ich mich, wenn ich über die rechte Seite in den Strafraum eindringen und für Torgefahr sorgen kann.