Zusammenfassung

  • Die ewige und auch die jüngere Bilanz spricht klar für den Rekordmeister

  • Auswärts haben die Bayern zuletzt vier Spiele in Folge gewonnen

  • Robert Lewandowski traf schon zehn Mal gegen den BVB

Köln - Es ist wieder soweit: Am 11. Spieltag kommt es in der Bundesliga zum Klassiker. Borussia Dortmund empfängt den FC Bayern München. Die Partie verspricht viel Feuer, die beiden Clubs duellieren sich an der Spitze. Der BVB hat knapp die Nase vorn und will die Tabellenführung natürlich verteidigen, aber die Bayern sind heiß und wollen den Rückstand bis auf einen Zähler verkürzen. bundesliga.de zeigt fünf Gründe auf, warum die Bayern im Klassiker gegen die Borussia gewinnen.

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1) Die ewige Bilanz

Ganz klar, Borussia Dortmund ist seit langer Zeit der größte und hartnäckigste Konkurrent der Bayern. Seit Anfang der 90er Jahre spielen die Borussen um die Deutsche Meisterschaft mit, konnten sie den Bayern immer wieder vor der Nase wegschnappen. Doch im direkten Vergleich mit den Münchnern liegen die Schwarz-Gelben weit hinten. Von den bisherigen 98 Aufeinandertreffen in der Bundesliga konnten die Bayern fast doppelt so viele für sich entscheiden (45) wie der BVB (24). In seiner Bundesliga-Geschichte kassierte der BVB gegen kein anderes Team so viele Niederlagen (45) und Gegentore (188) wie gegen den FC Bayern.

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Und das nicht nur in der fernen Vergangenheit. Denn die jüngere Bilanz spricht sogar noch stärker für den Rekordmeister von der Isar. Von den jüngsten acht Bundesliga-Spielen gegen den BVB verloren die Bayern nur eins und kassierten insgesamt nur fünf Gegentore (nie mehr als eins pro Spiel). Vergangene Saison gewannen die Bayern ebenfalls am 11. Spieltag in Dortmund souverän mit 3:1. Im Rückspiel gab es sogar ein 6:0 für die Truppe von Coach Jupp Heynckes.

2) Auswärts passt es besser

Merkwürdigerweise könnte die Tatsache, dass der Klassiker nun in Dortmund stattfindet, den Bayern sogar entgegenkommen. Denn der Rekordmeister tut sich aktuell vor allem vor eigenem Publikum schwer. Vor dem 2:0-Erfolg gegen AEK Athen konnte er in der Allianz Arena vier Pflichtspiele in Folge nicht gewinnen.

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Auswärts hingegen gewannen die Bayern seit dem 20. Oktober vier Pflichtspiele in Folge. In der Auswärtstabelle der Bundesliga sind die Münchner nach wie vor Tabellenführer (4 Siege, 1 Niederlage), während sie in der Heimtabelle gerade einmal auf Rang 7 rangieren (2 Siege, 2 Remis, 1 Niederlage). Auf fremden Plätzen kassierten die Bayern in dieser Saison in fünf Spielen nur vier Gegentore, der BVB zu Hause schon sieben.

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3) Hoffen auf den Einbruch beim BVB

Einen klaren Rückstand auf Dortmund im Herbst kennen die Bayern schon aus der Vorsaison. Da legte der BVB einen Traumstart unter seinem neuen Coach Peter Bosz hin und hatte nach sieben Spielen bereits 19 Punkte auf dem Konto - fünf mehr als die Münchner. Doch nach der ersten Bundesliga-Niederlage gegen RB Leipzig kam bei den Schwarz-Gelben der große Einbruch. Ganze drei Zähler holten die Westfalen in acht Spielen, stürzten vom ersten auf den achten Tabellenplatz ab. Und die Bayern zogen locker vorbei und holten am Ende souverän die Deutsche Meisterschaft.

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Diesmal liegt der Rekordmeister nach zehn Spieltagen vier Zähler hinter dem bisher überragenden Spitzenreiter aus dem Ruhrgebiet. Doch der kassierte beim 0:2 bei Atletico Madrid in der Champions League unter der Woche die erste Pflichtspielniederlage in dieser Saison. Der Startschuss zu einer ähnlichen Negativserie wie vor Jahresfrist? Sollten die Bayern den Klassiker gewinnen, kämen die bisher so erfolgsverwöhnten Borussen zumindest ins Grübeln.

4) Offensives Pressing

Der BVB hat erst zehn Tore in der Bundesliga kassiert, nur Leipzig (9) steht hinten noch sicherer als die Schwarz-Gelben. Alle 16 Pflichtspiele in dieser Saison eingerechnet, stand bereits sieben Mal die Null hinten beim BVB. Ein schlechtes Omen für die Bayern? Nicht unbedingt. Denn in einigen Spielen wackelte die Hintermannschaft der Favre-Elf gehörig und musste dann auch Gegentore hinnehmen. Gegen Bayer 04 Leverkusen (4:2), den FC Augsburg (4:3), Hertha BSC (2:2) und zuletzt Atletico (0:2) musste Keeper Roman Bürki jeweils zwei oder drei Mal hinter sich greifen.

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Was dabei auffällt: alle vier Teams setzten den BVB mit offensivem Pressing unter Druck, störten früh und versuchten immer wieder schon tief in der gegnerischen Hälfte den Ball zu erobern. Eine Taktik, die die Bayern wie kein anderer Club in der Bundesliga beherrschen. Keine andere Mannschaft verteidigt so hoch, wie der FCB. Im Schnitt stehen die letzten Verteidiger 41 Meter vom eigenen Tor entfernt - und die Offensivreihe geht gleich nach Ballverlust vorne voll drauf, um das Leder schnell zurück zu erobern. Und gerade gegen diese Taktik scheint der BVB anfällig zu sein.

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5) Geheimwaffe Lewandowski

Und dann ist da ja auch noch Robert Lewandowski. Auch wenn dem Stürmerstar des FCB in den jüngsten Bundesliga-Spielen ein wenig die Zielgenauigkeit fehlte (nur zwei Tore in fünf Partien) so ist der Klassiker doch immer noch sein Lieblingsspiel. Elf Tore hat er im ewigen Duell Bayern gegen Dortmund schon erzielt, vier mehr als alle Spieler im aktuellen BVB-Kader zusammen.

In acht Klassiker-Einsätzen für den FCB traf er allein zehn Mal, für den BVB hatte er ein Tor gegen die Bayern erzielt. Allein in den jüngsten drei direkten Bundesliga-Duellen der Titelkonkurrenten traf der polnische Nationalstürmer sechs Mal gegen seinen Ex-Club. Sollte ihm wie zuletzt in der Rückrunde 2017/18 beim 6:0 der Bayern erneut ein Dreierpack gelingen, würde Lewandowski mit Gerd Müller als Rekord-Torschütze im Klassiker gleichziehen. Der "Bomber der Nation" traf in der Partie Bayern gegen Dortmund insgesamt 14 Mal.

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