Zusammenfassung

  • Im Klassiker kommt es zum Aufeinandertreffen geballter Starpower

  • Besonders die Schlüsselspieler wie Marco Reus oder Robert Lewandowski werden das Prestigeduell entscheiden

  • Der BVB geht als Tabellenführer in den Klassiker, Bayern München als Herausforderer

Köln – Der anstehende Klassiker zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München elektrisiert auch in der Hinrunde der Saison 2018/19 die Bundesliga. Die Schwarzgelben gehen als Tabellenführer in das ewig junge Prestigeduell, der amtierende Meister als Verfolger. Doch am Samstagabend wird es im Aufeinandertreffen geballter Starpower nicht auf die Tabelle ankommen, im Signal Iduna Park werden besonders die Schlüsselspieler beider Mannschaften die Partie entscheiden. bundesliga.de stellt vor dem Klassiker die wichtigsten Akteure vor.

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Roman Bürki | Manuel Neuer

Einen starken Rückhalt braucht es im Klassiker – und den können beide Mannschaften aufbieten. Bei Borussia Dortmund ist Roman Bürki die unangefochtene Nummer eins und spielt bislang eine hervorragende Saison. Erst zehn Gegentore musste der Schweizer in seinen zehn Bundesliga-Partien hinnehmen, schon viermal wahrte er in dieser Spielzeit eine „Weiße Weste“. 76 Prozent der Schüsse, die auf sein Tor kommen, wehrte der 27-Jährige ab – ligaweit ist nur Schalkes Alexander Nübel besser.

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Beim FC Bayern München steht derweil der wohl größte Name zwischen den Pfosten: Seit Jahren zählt Manuel Neuer zu den besten seines Fachs und ist nach einer langen Verletzungspause in dieser Spielzeit wieder auf dem besten Wege zu seiner Topform. Zweimal blieb der deutsche Nationaltorhüter ohne Gegentor – beide Male auf fremdem Platz. Mit elf Gegentoren hat Neuer im Vergleich zu seinem Dortmunder Kollegen nur einmal öfter hinter sich greifen müssen.

Video: Der Klassiker – Herausforderer trifft den Champion

Manuel Akanji | Mats Hummels

Einer der Shootingstars der starken Dortmunder Spielzeit steht in der Innenverteidigung: Manuel Akanji, im vergangenen Winter aus Basel zum BVB gewechselt, überzeugt im Abwehrzentrum der Favre-Elf seit Saisonstart. Der Schweizer ist 2018/19 einer der zweikampfstärksten BVB-Spieler, gewinnt 63 Prozent seiner Zweikämpfe. Auch spielerisch ist der 23-jährige Defensivmann eine echte Bank: Mit einer Passquote von 95 Prozent zählt Akanji zu den spielstärksten Vertretern seiner Zunft, überdies ist er mit seiner Sprintstärke nur schwer zu überlaufen.

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Auf der Gegenseite steht ihm ein echtes Schwergewicht gegenüber: Mats Hummels ist aus der Defensive der Bayern wie auch der Nationalmannschaft nicht wegzudenken. Mit seiner Spielintelligenz und seinen fußballerischen Fähigkeiten ist der 29-Jährige nicht nur in der Abwehrarbeit gefordert. Doch auch dort weiß Hummels zu überzeugen: In dieser Saison gewann er bislang starke 65 Prozent seiner Zweikämpfe. Dabei zählt der Innenverteidiger zu den fairen Vertretern: In seiner Karriere beging Hummels im Schnitt nicht einmal ein Foul pro Spiel und war in der Bundesliga noch nie gelb-gesperrt.

Video: Dortmund gegen Bayern - drei Klassiker-Highlights

Axel Witsel | Javi Martinez

Im Mittelfeldzentrum von Borussia Dortmund ist er mittlerweile der unumstrittene Taktgeber: Axel Witsel schwang sich direkt nach seiner Verpflichtung aus China zur zentralen Figur im BVB-Spiel auf. 79 Ballkontakte pro Spiel, die meisten Pässe aller Schwarzgelben und dazu eine herausragende Passquote von 94 Prozent machen den erfahrenen Belgier zum Dreh- und Angelpunkt der Favre-Elf. Dazu gewinnt Witsel, der als Führungsspieler im zentralen Mittelfeld zum BVB geholt wurde, in der noch jungen Saison auch gute 58 Prozent seiner Zweikämpfe.

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Auch die Bayern haben auf der Position vor der Abwehr einen absoluten Könner auf dem Feld: Javi Martinez gilt im defensiven Mittelfeld als wichtiger Eckpfeiler der Münchener Erfolge in den Vorjahren. Der routinierte Spanier kann ein Spiel lesen, hat eine gute Übersicht, agiert taktisch klug und ist körperlich robust. Vor allem in den direkten Duellen weiß der Bayern-Star zu überzeugen: 59 Prozent seiner Zweikämpfe gewinnt der 30-Jährige, ist vor allem in der Luft eine echte Waffe (zwei Drittel der Kopfballduelle gehen an ihn). Doch besonders ist die Antizipation für Spielsituationen Martinez’ größtes Faustpfand – taktisch macht dem spanischen Nationalspieler so schnell niemand etwas vor.

Video: Witsel ist heiß auf den Klassiker

Marco Reus | James Rodriguez

Der Kapitän ist das Herzstück der Dortmunder Offensive: Marco Reus ist in dieser Saison so gut in Form wie selten zuvor. Der Nationalspieler steht nach zehn Spieltagen bereits bei 10 Scorer-Punkten (ligaweit nur Sebastian Haller mehr) – nie zuvor war der Mittelfeldmann nach zehn Spieltagen an mehr Toren beteiligt als 2018/19. Auch sechs Tore waren es für Reus nach zehn Spieltagen nie. Sowieso sprüht der 29-Jährige in dieser Saison förmlich vor Spielfreude: Er gab bei Dortmund in dieser Bundesliga-Saison die meisten Torschüsse ab (20) und kein Borusse legte mehr Torschüsse auf als Reus (22).

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Auch James Rodriguez kommt langsam in Schwung: Obwohl der Kolumbianer in nur fünf der zehn Bundesliga-Spiele 2018/19 in der Startelf stand, durfte er bereits dreimal über einen eigenen Torerfolg jubeln. Die Statistiken des vielseitigen Offensivmanns, der sowohl auf den Flügeln und im Zentrum einsetzbar ist, weisen damit eine interessante Parallele zur vergangenen Spielzeit auf: Auch dort stand James vor dem Klassiker am 11. Spieltag bei drei Torbeteiligungen – das Endergebnis war beeindruckend: Mit zwei Torvorlagen avancierte der Spielmacher beim 3:1-Auswärtssieg der Bayern zum Matchwinner für sein Team.

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Jadon Sancho | Serge Gnabry

Einer der aufregendsten Offensivakteure der laufenden Saison trägt Schwarzgelb: Tempodribbler Jadon Sancho begeistert mit seinen Sturmläufen die eigenen Fans und lässt die gegnerischen Abwehrreihen verzweifeln. Mit sechs Assists ist Dortmunds Edeljoker der beste Vorbereiter der Bundesliga, dazu traf der junge Engländer noch viermal selbst. Im Schnitt war der pfeilschnelle und dribbelstarke Sancho alle 45 Minuten in dieser Bundesliga-Saison direkt an einem Treffer beteiligt – eine atemberaubende Quote.

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Auf diesem Level angekommen ist Serge Gnabry noch nicht – der Neu-Bayer ist allerdings auf dem besten Wege dorthin. Zuletzt erzielte der Nationalspieler im Heimspiel gegen den SC Freiburg sein erstes Pflichtspieltor für den Rekordmeister, beim 1:1 gegen den FCA hatte er zuvor bereits eine Torvorlage verbuchen können. Mit seinen Qualitäten, die er auch im vergangenen Jahr auf seiner Leihstation in Hoffenheim gezeigt hat, wird Gnabry zunehmend zum wichtigen Faktor in der Bayern-Offensive. Sein Tempo, seine Dribblings und seine Abschlusstärke kann der amtierende Meister im Klassiker sehr gut gebrauchen.

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Paco Alcacer | Robert Lewandowski

In vorderster Front können sowohl Borussia Dortmund als auch Bayern München auf treffsichere Torjäger bauen. Besonders Paco Alcacer sorgt seit seinem Wechsel zum BVB für Furore: Bereits sieben Treffer hat der spanische Angreifer auf dem Konto, davon sechs als Einwechselspieler. Dabei bekam Alcacer bisher nicht viel Spielzeit: Lediglich 204 Bundesliga-Minuten reichten der 25-jährigen Leihgabe des FC Barcelona für seine Bilanz aus – alle 29 Minuten ein Tor, jeder zweite Abschluss sitzt. Eine Wahnsinnsquote für den Dortmunder Stürmer!

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Auch Bayern-Angreifer Robert Lewandowski ist vor dem gegnerischen Tor eiskalt: Der polnische Torjäger durfte in der Bundesliga im Schnitt alle 112 Minuten über einen Treffer jubeln (nur Gerd Müller ist dort besser) – im Bayern-Trikot traf Lewandowski in der höchsten deutschen Spielklasse sogar alle 98 Minuten, ist hier sogar effektiver als der legendäre „Bomber“. Auch in dieser Spielzeit hat der 30-Jährige seine Klasse bereits nachgewiesen: Mit fünf Toren liegt er aktuell im Rennen um die Torjägerkanone in Lauerstellung hinter dem führenden BVB-Konkurrenten Alcacer.

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