Fans of Bayer 04 Leverkusen were happy to see Stefan Kießling's face turn into somewhat of a jungle, as the striker refused to shave as long as he kept on finding the net. The 25-year-old is the Bundesliga's top scorer after eight matches, but has surprisingly not featured for Germany lately. bundesliga.de dug deep to bring you some interesting stories about the Leverkusen hitman.

Werdegang

Stefan Kießling, geboren in Lichtenfels in Oberfranken, begann seine Karriere bereits mit vier Jahren beim TSV Eintracht Bamberg. Nachdem er dort die Fußballschule durchlaufen hatte, wechselte er 2001 zum 1. FC Nürnberg, ehe er 2006 bei seinem jetzigen Arbeitgeber, Bayer 04 Leverkusen, unterschrieb.

Schule

Stefan Kießling hatte es nicht leicht in der Schule: "Ich hab sie gehasst! Hab's aber durchgezogen, habe meinen qualifizierten Hauptschulabschluss hinter mir und habe dann eine Ausbildung angefangen. Da bin ich auch stolz drauf!" Die Ausbildung als Fachkraft für Lagerwirtschaft (Lagerist) hat er auch komplett abgeschlossen, bevor er dann Profifußballer wurde.

Familie

"Kieß" ist verheiratet und hat einen Sohn. Am 29. Dezember 2008 heiratete er seine Norina und feierte im Sommer 2009 die kirchliche Trauung. Von seinem Sohn Tyler schöpft er seine ganze Kraft: "Wenn ich ihn sehe, geht mein Herz auf. Meine Familie tut mir so gut." Doch die Planung ist noch nicht beendet: "Meine Frau wünscht sich ein Mädchen."

Vorzeigeprofi

Klaus Augenthaler beschrieb den Stürmer in seiner Nürnberger Zeit als einen "Traum für jeden Trainer". Zumindest außerhalb des Feldes muss man sich keine Sorgen machen. "In die Disco gehe ich nicht so gerne. Ich bin eher der Typ, der gerne mal Essen geht oder zuhause mit Freunden was trinkt oder Spiele spielt. Das mache ich eher als eine Disco zu besuchen", beschreibt Kießling seine Vorlieben.

Schuhproblem

Bei seinem zweiten Spiel in der U-21-Nationalmannschaft am 25. März 2005 musste sich Kießling die Schuhe von Torwart Michael Rensing ausleihen, da er seine eigenen Schuhe vor Aufregung im Hotel vergessen hatte. Diese Schuhe waren jedoch einige Größen zu klein ("Kieß" hat Schuhgröße 48). Trotzdem erzielte Kießling die 1:0-Führung, musste aber später wegen schmerzender Füße ausgewechselt werden.

Macken

Motiviert ist Stefan Kießling nicht nur auf dem Fußballfeld: "Ich glaube, ich bin manchmal zu ehrgeizig, wenn es um solche Dinge geht wie Brettspiele oder irgendwas Derartiges. Da bin ich ganz leicht manchmal etwas eingeschnappt. Ja... ich glaub da habe ich eine Macke!" Bleibt abzuwarten, wie er auf dem Spielfeld reagiert, wenn er dort einige Male nicht das Tor trifft.

Tattoo

Auf dem Unterarm des Stürmers ist seit 2008 ein großes Tattoo. Sein Sohn Tyler ist - zumindest als Namenszug - bei jedem Spiel dabei. "Dauerte eine Stunde und war nicht ohne - so auf der Innenseite des Unterarms", erinnert sich der Knipser an seine Tattoo-Sitzung in Bergisch Gladbach. Nach jedem Tor gibt es erst einmal ein Küsschen für seinen Kleinen.

Ziele

Bei seiner frühzeitigen Vertragsverlängerung im Frühjahr 2008 konnte er Bayer schon recht gut einschätzen: "Im Team und im Verein wird etwas aufgebaut, damit wir in ein, zwei Jahren um die Deutsche Meisterschaft mitspielen können", ließ der Stürmer verlauten. Wo Leverkusen derzeit steht, dürfte jedem bekannt sein.

Rückennummer

Stefan Kießling wählte seine Nummer zwar vor der Geburt seines Sohnes, wird sie allerdings jetzt erst recht nicht mehr abgeben: "Ich habe die 11. Ich finde die Nummer richtig geil. Mein Sohn hat auch an einem 11. Geburtstag. Es war zwar Zufall, dass er dann an dem Tag geboren worden ist, aber ich glaube, da verbinde ich mit der 11 jetzt noch einiges mehr!"

Fans

Sein derzeitiger Trainer Jupp Heynckes ist begeistert von den Fähigkeiten seines Angreifers: "Es gibt keinen deutschen Stürmer, der mehr ackert und rennt, als Stefan Kießling! Solche Spieler gibt es nicht sehr viele." Wann auch Joachim Löw ein Fan des Torgaranten von Bayer wird, bleibt weiter offen. Noch hält der Bundestrainer ihn hin, die Tür zum DFB-Team ist aber offen: "Wir haben Stefan im Visier, er wird seine Chance noch bekommen. Wir wissen, was er kann."