Stuttgart - Mittelfeldspieler Sami Khedira verlässt den VfB Stuttgart und wechselt zu Real Madrid. Wie der Verein am Freitag (30. Juli) mitteilte, haben sich beide Clubs über einen Wechsel geeinigt.

Nach der sportärztlichen Untersuchung unterschrieb Khedira bei den "Königlichen" einen Fünf-Jahres-Vertrag.

"Ein Traum ist wahrgeworden. Ich bin sicher, dass ich mit Real unter Mourinho Titel gewinnen werde. Seine Mannschaften spielen taktisch perfekt. Er ist ein Gewinner", sagte Khedira in einem Gespräch mit der Sporttageszeitung "Marca".

Bobic: "Können Wunsch nachvollziehen"

Sportdirektor Fredi Bobic: "Einen absoluten Führungsspieler und eine Identifikationsfigur wie Sami Khedira lässt man natürlich nur äußerst ungern ziehen. Aber auf der anderen Seite können wir den Wunsch von Sami nachvollziehen, bei Real an seiner weiteren Karriere zu arbeiten. Wir wünschen ihm viel Erfolg bei seiner neuen Herausforderung in Madrid."

Über Vertragsinhalte sowie die Transfermodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart.

Sami Khedira setzt beim spanischen Rekordmeister Real Madrid die deutsche Tradition fort. Der Nationalspieler ist der siebte Deutsche, der für die "Königlichen" auflaufen wird.

Illgner feierte die größten Erfolge

Mit Günter Netzer fing 1973 alles an. Nach dem legendären DFB-Pokal-Finale gegen den 1. FC Köln (2:1) verließ der Spielmacher Borussia Mönchengladbach - er wurde mit Madrid zwei Mal Meister und zwei Mal Pokalsieger. Zwei Jahre spielte er bei Real an der Seite von Paul Breitner, der nach der WM 1974 nach Spanien wechselte.

Die meisten Spiele für die "Königlichen" hat aber ein anderer absolviert: Ulli Stielike kam von 1977 bis 1985 auf 215 Einsätze in der Liga und insgesamt 41 Tore. Der Europameister von 1980 wurde mit Real drei Mal Meister und 1985 UEFA-Cup-Sieger. Bernd Schuster kehrte nach zwei Meistertiteln als Spieler sogar als Trainer zurück und wurde erneut Meister (2008).

Die größten Erfolge in Madrid feierte Bodo Illgner. Der Weltmeister von 1990 gewann mit Real die Champions League (1998, 2000) und den Weltpokal (1998). Von 2007 bis 2010 spielte außerdem Christoph Metzelder in Madrid, bevor er zum FC Schalke 04 wechselte.