Stuttgart - Unter dem neuen Trainer Jens Keller darf sich Cacau beim VfB Stuttgart als Spielmacher probieren. Eine neue Rolle, die ihm zusagt, wie er gegenüber bundesliga.de bestätigt. Der Nationalspieler macht im Interview aber auch deutlich, dass es gegen den FC St. Pauli schwerer als gegen Getafe wird.

bundesliga.de: Cacau, wie bewerten Sie persönlich den wichtigen 1:0-Erfolg gegen den FC Getafe in der Europa League?

Cacau: Das war sicher kein Sieg, der besonders glänzt, der aber enorm wichtig für unser Selbstvertrauen war. Am Ende zählen in unserer Situation auch nur die drei Punkte.

bundesliga.de: Können Sie sich erklären, weshalb der VfB international ordentliche Leistungen abliefert und national in der Bundesliga so hinterherhinkt?

Cacau: Das ist nur schwer zu erklären. Wir spielen international einfach etwas befreiter, allerdings sind die Gegner in der Bundesliga oftmals auch noch einen Tick besser. Das sollte man nicht unterschätzen.

bundesliga.de: Ihre Mannschaft hat gut gespielt, hatte aber große Probleme mit der Chancenverwertung...

Cacau: Natürlich hätten wir schon früher für die Entscheidung sorgen können, aber wir waren teilweise einfach ein wenig zu überhastet und haben den kühlen Kopf vor dem Tor vermissen lassen. Wir haben Getafe trotz eigener Führung zu viele Konterchancen ermöglicht, das darf uns natürlich nicht passieren.

bundesliga.de: Jetzt wartet in der Bundesliga St. Pauli…

Cacau: Das wird natürlich ein ganz anderes Spiel, St. Pauli ist läuferisch enorm stark, da müssen wir jede Menge Leidenschaft zeigen.

bundesliga.de: Können Sie kurz erklären, was Ihr neuer Trainer Jens Keller anders macht als sein Vorgänger Christian Gross?

Cacau: Die beiden Trainer sind schwer zu vergleichen, da hat jeder seine eigenen Methoden. Letztlich liegt es an uns Spielern, dass es wieder aufwärts geht.

bundesliga.de: Aber Keller wirkt sehr engagiert…

Cacau: Ja, das stimmt. Er bringt Leidenschaft und Willen mit. Genau das braucht man im Abstiegskampf.

bundesliga.de: Letzte Frage an Sie: Sie spielen momentan eine Art Spielmacher. Eine neue Rolle, die zu Ihnen passt?

Cacau: Absolut. Das ist meine Lieblingsposition. Hier kann ich meine Stärken perfekt einbringen, stelle mich jedoch auch auf einer anderen Position in den Dienst der Mannschaft.

Das Gespräch führte Jens Fischer