Vor dem Heimspiel des HSV gegen Borussia Dortmund am Samstag ist bei den "Rothosen" noch nicht endgültig geklärt, auf wen Martin Jol bei seiner Kaderplanung zurückgreifen kann.

Auf der Pressekonferenz am Donnerstag musste der Trainer dafür auf die kommenden Trainingseinheiten verweisen. Die drei Fragezeichen stehen hinter: Guerrero, Demel und Jansen.

Guerrero Einsatz stark gefährdet

Am besten sieht es dabei für den Linksverteidiger aus. Jansen absolvierte die letzten Einheiten gemeinsam mit der Mannschaft und könnte als Alternative im linken Mittelfeld als auch in der Viererkette bereit stehen. "Wenn alles gut läuft, könnte es klappen. Dann ist er im Kader dabei", sagte Jol. Das abschließende Training am Freitag wird endgültigen Aufschluss darüber geben.

Ebenfalls ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Paolo Guerrero. Nach muskulären Problemen ist der Peruaner noch nicht wieder bei 100 Prozent. "Auch hier müssen wir abwarten", gab der Trainer bekannt. Auch Guy Demel hat weiterhin Probleme. Nach einem Trainingszweikampf mit Änis Ben-Hatira laboriert der Ivorer an einer hartnäckigen Prellung oberhalb des Knies: Einsatz am Samstag stark gefährdet!

Ausgeschlossen ist hingegen ein Einsatz von Nigel de Jong. Bei ihm wird sich die Rückkehr verschieben. Doch so unbefriedigend die Verletzungssorgen für den einen oder anderen auch sein mag, Martin Jol gibt sich zuversichtlich. "Wir haben noch Alternativen und werden eine starke Mannschaft aufbieten." Dabei hoffen gerade zwei Akteure, die in den letzten Wochen weniger Einsatzzeiten verbucht haben, auf eine Berücksichtigung.

Neves hofft auf Einsatz

Jerome Boateng könnte Guy Demel auf der rechten Abwehrseite ersetzen. Dort, wo der Trainer seine Stärken sieht. "Jerome ist ein rechter Verteidiger. Er hat vielleicht nicht viele Spiele in letzter Zeit gemacht und braucht noch den nötigen Rhythmus, doch er trainiert gut und wird seine Chance suchen", so Jol.

Ein Ausfall von Paolo Guerrero würde die Chance von Thiago Neves auf einen Startelf-Einsatz erhöhen. "Er könnte der Verbindungsspieler sein, den wir zuletzt vermisst haben, aber auch Piotr Trochowski kann diese Rolle ausfüllen", ließ sich der Trainer nur wenig entlocken.

Doch egal, wie die Entscheidung am Ende ausfallen wird, und wie viele der Fragezeichen verschwinden, sicher ist, dass gegen Dortmund die nächsten drei Heimpunkte anvisiert werden.