In seiner persönlichen Vorbereitung auf die Vorbereitung erinnerte sich Michael Rensing an die Zeiten unter Trainer Felix Magath. Also fuhr er mit seinem Bruder an den Tegernsee in das schöne Örtchen Rottach-Egern, zog sich seine Turnschuhe an und lief im höchstmöglichen Tempo auf den 1.722 Meter hohen Wallberg hinauf.

"Ich wollte nicht nur stumpf Joggen gehen. Ich empfand das damals schon als große Herausforderung", berichtete der 24-Jährige und betonte: "Das ist sicher gut für die Willensschulung."

"Ich werde mich besonders reinhängen"

Im übertragenen Sinne einen Berg zu erklimmen, ist genau das, was Rensing in den nächsten Wochen und Monaten bevorsteht. Er soll beim FC Bayern München in die Fußstapfen von "Titan" Oliver Kahn treten, einem der besten seines Faches aller Zeiten.

Für Rensing aber kein Grund, nervös zu werden - im Gegenteil. "Jetzt ist endlich der Zeitpunkt gekommen, den ich so lange herbeigesehnt habe. Deswegen werde ich mich besonders reinhängen", sagte er am Donnerstag im Gespräch mit fcbayern.de.

Fünf Jahre lang war er Kahns Stellvertreter. In dieser Saison trägt er erstmals das Trikot mit der Nummer eins. "Natürlich werde ich mehr im Fokus stehen, auf mich kommt eine ganze andere Saison zu. Aber ich bin sowieso der Erste, der von mir Topleistungen erwartet. Für mich geht ein Traum in Erfüllung", betonte Rensing, der sich riesig auf die neue Situation freut.

Klinsmann sieht Rensing als "klare Nummer eins"

Von Jürgen Klinsmann kann er jedenfalls volle Rückendeckung erwarten. Mehrfach habe er mit dem neuen Bayern-Coach in den letzten Wochen telefoniert, berichtete Rensing.

Was Klinsmann ihm dabei schon zusicherte, betonte der FCB-Chefcoach am Mittwoch auch noch mal in aller Öffentlichkeit. "Michael Rensing geht als klare Nummer eins in die Saison. Wir wollen ihn aufbauen und werden ihm Zeit und alle Rückendeckung geben, auch international ein herausragender Torhüter zu werden." Neuzugang Hans-Jörg Butt soll der neuen Nummer eins dabei ebenfalls den Rücken stärken.