Hamburgs Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann stand den Journalisten Rede und Antwort zur Trennung von Dietmar Beiersdorfer und erklärt, wie er die Situation einschätzt.

Frage: Herr Hoffmann, wie fühlen Sie sich am Tag nach der Entscheidung Dietmar Beiersdorfers, seinen Vertrag beim HSV aufzulösen?

Bernd Hoffmann: Es ist kein schöner Tag. Nicht für mich und nicht für den HSV. Dietmar Beiersdorfer und ich haben sechs Jahre lang nicht immer harmonisch, aber stets konstruktiv und erfolgreich zusammengearbietet. Wenn eine solche Zusammenarbeit endet, dann ist das immer schwer.

Frage: Weshalb kam es zu diesem Ende?

Hoffmann: Dietmar Beiersdorfer sah aufgrund unterschiedlicher Standpunkte bezüglich unseres Vereins und der Maßnahmen zur Verbesserung keine Möglichkeit zur weiteren Zusammenarbeit. Diese Situation und der Zeitpunkt haben auch mich überrascht. Ich habe versucht, die Hand zu reichen, mein mitunter vielleicht zu emotionales Verhalten zu hinterfragen und Dinge kritisch zu diskutieren. Doch es war leider nicht möglich, einen Konsens zu finden, weshalb Dietmar Beiersdorfer für sich diese Entscheidung getroffen hat.

Frage: Langfristig soll die Stelle des Sportchefs neu besetzt werden?

Hoffmann: Selbstverständlich. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat herrscht allerdings Einigkeit, dass wir uns keinen zeitlichen Zwang auferlegen oder hastig einen neuen sportlichen Leiter bestellen sollten. Dies ist eine Entscheidung, die wir mit aller Ruhe und Sorgfalt treffen werden, um einen starken Repräsentanten zu finden, der gemeinsam mit unserem Trainer den sportlichen Weg vorgibt und die positive Entwicklung des HSV weiter fortführt.