Belek - Am Mittwoch ist der FC Schalke 04 als letzter aller Bundesliga-Clubs ins Trainingslager eingestiegen. Im türkischen Belek wird Trainer Felix Magath seinen Spielern bis einen Tag vor dem Rückrundenauftakt gegen den Hamburger SV den nötigen Feinschliff verpassen - am 14. Januar fliegen die "Knappen" zurück nach Deutschland.

Temperaturunterschiede? Eng gestrickter Zeitplan? Magath sieht da keine Probleme auf seine Mannschaft zukommen. "Im November war es doch ähnlich. Nach unserem Champions-League-Spiel im warmen Tel Aviv mussten wir nur wenige Stunden nach der Rückkehr schon wieder gegen St. Pauli antreten. Ich bin mir sicher, dass die Spieler das verkraften."

S04-Kader endlich komplett

Auf dem bestens präparierten Fußballplatz des Calista Luxury Resorts machte Magath seinem Spitznamen "Quälix" aber nur am ersten Trainingstag alle Ehre. Der Schweiß floss bei den Kickern in Strömen. Schon am Donnerstag stand dann die Arbeit mit dem Ball im Mittelpunkt.

"Mein Hauptaugenmerk liegt nicht im konditionellen Bereich. Zumal alle Spieler einen sehr fitten Eindruck machen. Wir wollen uns im spielerischen Bereich verbessern, daran werden wir im Trainingslager feilen", so Magath. Und weiter: "In Belek haben wir endlich einmal die Zeit, über einen längeren Zeitraum gemeinsam zu arbeiten. In der Hinrunde hatten wir schließlich fast nur Englische Wochen."

Nachdem Jefferson Farfan, Lukas Schmitz und Mario Gavranovic mit Verspätung an der türkischen Riviera eingetroffen sind, ist der Kader nun auch endlich komplett beisammen. Auch Benedikt Höwedes arbeitet trotz seines Bänderrisses hart für einen Einsatz gegen den HSV. Im ersten Testspiel am Freitag gegen den Tabellenführer der türkischen Liga, Trabzonspor, muss der Innenverteidiger aber passen.

"Wir wollen noch klettern!"

Doch der Rest der Mannschaft wird alles daran setzen, die positiven Eindrücke zum Ende der Hinrunde fortzusetzen. "Alle brennen darauf, dass die Rückrunde beginnt. Denn wir wollen unseren guten Lauf ausbauen", weiß auch Magath.

Die Ziele für die zweite Saisonhälfte drückt der Meistercoach aber eher diplomatisch aus. "Ich möchte nicht von einem konkreten Tabellenplatz sprechen. Aber eines steht fest: Wir wollen noch klettern und uns verbessern. Wichtig ist, dass wir gegen den HSV gut aus den Startlöchern kommen", so Magath.

Und auch auf den zwei anderen Hochzeiten will der 57-Jährige noch eine Weile mittanzen: "Im DFB-Pokal und der Champions League sehe ich für uns eine gute Ausgangslage. In beiden Wettbewerben sind uns machbare Aufgaben zugelost worden, so dass wir noch die eine oder andere Runde überstehen können."

Aus Belek berichtet Michael Reis