Frankfurt/Main - Durch die Wahl von Tokio zur Gastgeberstadt der Olympischen Spiele 2020 wird das Finale der Fußball-EM im selben Jahr nicht in Deutschland stattfinden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte im Vorfeld der Entscheidung in Buenos Aires bereits angekündigt, auf eine Kampf-Kandidatur gegen die Türkei zu verzichten, sollte Istanbul bei der Vergabe der Sommerspiele leer ausgehen.

Übrig bleibt nun die Option "drei Gruppenspiele plus ein Viertelfinale", für die sich der DFB mit dem Standort München bewerben wird. "Es bleibt bei dem Beschluss des DFB-Präsidiums, dass wir uns fristgerecht zum 12. September mit München als Ausrichterstadt für zwei alternative Veranstaltungspakete bewerben. Eine Option umfasst drei Gruppenspiele und eine Begegnung des Viertelfinales, das zweite Paket beinhaltet die beiden Halbfinals und das Endspiel", teilte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker am Sonntag mit.

Entscheidung im September 2014



DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte bereits im Frühjahr erklärt: "Es gibt ein Versprechen von Michel Platini (UEFA-Präsident, d. Red.), und auch wir haben gesagt, dass wir nicht den direkten Zweikampf mit der Türkei suchen werden."

Im Frühjahr 2014 wird dem Münchner Stadtrat die internationale Bewerbung vorgelegt. Im September 2014 schließlich wird die UEFA die 13 Ausrichterverbände und Ausrichterstädte bekannt geben.

Erstmals gibt es 2020 bei kontinentalen Titelkämpfen im Fußball Schauplätze in 13 Städten aus 13 Ländern. Zunächst war nach dem Plan von Platini vorgesehen, dass sich nur Hauptstädte für die Austragung von EM-Spielen bewerben dürfen. Schließlich wurden auch Metropolen akzeptiert, deren Stadien, Infrastruktur und Übernachtungsmöglichkeiten dem gehobenen Standard entsprechen.