Er ist zurück in der Bundesliga: Claudio Pizarro. Der Peruaner wechselte auf Leihbasis vom FC Chelsea zu Werder Bremen.

Am vergangenen Wochenende bestritt der 29-jährige Stürmer bereits seine 231. Partie in der Bundesliga.

Ein altbekannter "Hase" also in der höchsten deutschen Spielklasse. Eigentlich sollte man meinen, man wüsste bereits alles über den lebensfrohen Südamerikaner.

Sicher? bundesliga.de hat sich auf die Suche gemacht und interessante Dinge über den Bremer Stürmerstar herausgefunden. Testen Sie Ihr Wissen über den Mann, der von seinem Teamkollegen nur "Pizza" genannt wird.

Die Wurzeln

Claudio Miguel Pizarro Bosio wurde am 3. Oktober 1978 in Lima geboren. Seine Kindheit verbrachte er zusammen mit seiner Mutter Patricia Bosio, seinem Vater Claudio Pizarro Dávila, einem Marine-Offizier, seiner drei Jahre jüngeren Schwester Patricia und seinem zwölf Jahre jüngeren Bruder Diego in einem Stadtteil von Lima, in Santiago de Surco.

Deportivo Pesquero

Pizarro galt schon in seiner Jugend als ein typischer Straßenfußballer. Seine Profi-Karriere begann er im Alter von 17 Jahren bei Deportivo Pesquero, ehe er zwei Jahre lang für Alianza Lima (1997-1999) auflief.

Volltreffer

Pizarro war 1999 der erste Transfer von Werders damaligem neuen sportlichen Führungsduo Manager Klaus Allofs sowie Trainer Thomas Schaaf. Der Peruaner wechselte als unbekannter Sonnyboy von Alianza Lima an die Weser und eroberte mit 29 Toren in 56 Bundesliga-Spielen die Herzen der Werder-Fans im Sturm. "Ich habe selten einen Fußballer gesehen, der derart wissbegierig bei der Verbesserung seines Spiels ist", schwärmte Schaaf schon damals.

Liebe des Lebens

1999 heiratete er seine Schulfreundin und Jugendliebe Karla Salcedo. "Wir haben uns mit 17 kennengelernt, wir gingen zusammen zur Schule. Als wir nach Deutschland kamen, war es natürlich nicht immer leicht. Ich konzentrierte mich auf Fußball, während sich Karla oft allein fühlte. Es war toll, wie sie durchgehalten hat", so Pizarro im "Player" über seine Frau. Mit Karla hat Claudio drei Kinder. Die Söhne Claudio und Gianluca sowie Tochter Antonella.

Die Zahl "100"

Gratulation! Pizarro durchbrach erst als vierter ausländischer Bundesliga-Spieler die 100-Tore-Schallmauer. In bisher 231 Spielen erzielte "Pizza" genau 100 Treffer, den letzten am 19. Mai 2007 gegen Mainz 05. Dieses "Kunststück" gelang zuvor nur Giovane Elber (133 Tore), Stephane Chapuisat und Ailton (beide 106).

Bruder Diego

Wer denkt, dass es beim FC Bayern München seit dem Abschied Claudios im Sommer 2007 keinen Pizarro mehr gäbe, der irrt. Sein zwölf Jahre jüngerer Bruder Diego gehört aktuell dem U19-Kader des deutschen Rekordmeisters an.

Ceviche hoch im Kurs

Ceviche ist Pizarros Lieblingsessen. "Ceviche ist klein geschnittener, roher Fisch. Mit vielen Zwiebeln, viel Zitrone garniert und ist ein bisschen scharf", so Pizarro. Es ist ein peruanisches Gericht. Typisches Essen aus Peru und seine Eltern vermisst er übrigens in Deutschland am meisten.

Spaß auf der Wiesn

Pizarro ist ein lustiger Typ, der auch gerne feiert. In seiner Zeit als Bayern-Profi hatte er natürlich auch beim Oktoberfestbesuch mit der Mannschaft großen Spaß. Selbstverständlich war seine Frau Karla mit dabei.

Die Zeit nach dem Fußball

"Ich habe in Peru Rennpferde am Start. Das ist mein Business. Es ist aber leider kein dickes Geschäft, weil es in Peru nicht genug zu gewinnen gibt. Ich züchte aber auf einer Ranch auch Pferde, die ich in Argentinien gekauft habe. Das könnte ich intensiver betreiben", gab Pizarro gegenüber "Player" einen Einblick in seine Zukunftsplanungen über den Fußball hinaus.

Dicke Fische und Rythmus

Zu Pizarros größten Hobbies gehört neben den Pferden auch das Angeln und die Musik. Besonders gerne lauscht der 29-Jährige Salsa- und Hip Hop-Töne, gibt er in einem Fragebogen im aktuellen WERDER Magazin an.