Köln - Wenn es in Deutschland eisig und ungemütlich wird, schwärmen die Bundesligisten in den warmen Süden, um vernünftig trainieren zu können. Zumindest in der Theorie. Die Realität: Land unter in Belek oder Florida, Sandsturm in Katar!

Franco Di Santo nahm lachend Anlauf, legte einen fulminanten Bauchklatscher hin und rutschte gute 15 Meter weit durch den ekligen Matsch, dass es nur so spritzte. Der Stürmer von Werder Bremen und seine Teamkollegen machten das Beste aus dem "Schietwetter" in Belek - sie nahmen es mit Humor.

Sturmfeste Niedersachsen

"Regen, Regen, Regen...", twitterte Hannover 96 am Dienstagmorgen aus dem sonst so traumhaft sonnensicheren Vorbereitungsparadies Belek. "Kaum ein Team traut sich raus. Nur die sturmfesten Niedersachsen!"

Dies war zwar nicht ganz richtig, auch Werder Bremen oder Borussia Mönchengladbach versuchten sich an einem vernünftigen Trainingsbetrieb. Das Ausschwärmen in den warmen Süden aber bringt 2015 wohl kaum einen Vorteil.

Laufeinheit statt Training auf dem Platz

Belek meldete am Dienstag Gewitter und Regen bei elf Grad, Augsburg dagegen gehört zu den sonnigen Plätzchen Deutschlands mit bis zu 14. Da hätte der FCA auch zu Hause bleiben können. Oder? "Nach Krafttraining am Morgen steht eine Laufeinheit an. Bei Wind und Regen ganz schön kräftezehrend!", ließ der Verein über seine Social-Media-Portale wissen.

Gladbach hatte bereits am Montagnachmittag frei, an Fußball war nicht zu denken. Zuvor war bereits an der Flutlichtanlage der Strom ausgefallen. Die Spieler hätten sich bei der folgenden Laufeinheit eine Wiederholung gewünscht - Max Kruse rief den Journalisten zu: "Hundert Euro für jeden, der jetzt das Licht ausmacht!"

Wie an der Nordsee

Hannover 96 meldete (immerhin!), trotz des Starkregens sei der Trainingsplatz gut in Schuss. Nasskalt ist es trotzdem. Auch für die mitgereisten Medienvertreter - in einem Journalistenhotel kommt Wasser durch die Decke.

Wellen schlagen an die Küste, Palmen biegen sich in Sturmböen von 100 km/h, die Straßen sind überschwemmt. Man könnte denken, dass man sich an der Nordsee und nicht an der türkischen Riviera befindet. Erst in den kommenden Tagen soll es besser werden.

Gewitter und Alligator in Orlando

Wie gut, wenn man ganz auf Nummer sicher geht - und nach Florida reist? Denkste! Die Spieler des 1. FC Köln mussten in Orlando sogar nach einer Unwetterwarnung mit Golf-Karts in die Halle flüchten, es krachte und blitzte im Sunshine State. In der Nähe des Trainingsplatzes von Bayer Leverkusen tauchte ein Alligator auf. Daran war allerdings nicht das Wetter schuld.

Sandsturm in Katar

Selbst in Katar, wo der FC Bayern München und Schalke 04 weilen, waren die Bedingungen in den letzten zwei Tagen nicht optimal. Wo sonst die Sonne brennt fielen die Temperaturen auf ein unangenehmes, fast deutsches Niveau. Zudem fegte ein  Sandsturm über das Emirat am Golf. Ob Sand nun besser als Regen ist?