München - Es wird ernst, denn nur neun Punkte sind in der Jubiläumssaison der Bundesliga noch zu holen. Champions League, Europa League, rettendes Ufer oder Relegationsplatz - viel Zeit bleibt nicht mehr, um das gesteckte Saisonziel noch zu erreichen. Demnach versprechen auch die fünf Samstagspiele wieder Hochspannung und Dramatik, wenn die Liga zum Endspurt ansetzt (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

bundesliga.de präsentiert die Vorschauen zu den 15:30-Uhr-Spielen am Samstag:

Eintracht Frankfurt gegen Fortuna Düsseldorf - das Duell der Aufsteiger steht unter zwei völlig verschiedenen Sternen. Während die Rheinländer gegen den Abstieg kämpfen, geht es für die Hessen um die Teilnahme am Europapokal. "Wenn wir in den drei ausstehenden Spielen neun Punkte holen, sind wir mit absoluter Sicherheit dabei", sagte Armin Veh am Mittwoch, "aber schon mit sechs Punkten ist die Chance groß." Deshalb soll gegen die Fortuna unbedingt ein Sieg her.

Allerdings plagen Veh Personalprobleme. Neben den bereits länger verletzten Kevin Trapp und Pirmin Schwegler sind Oka Nikolov, Marc Stendera (beide Leistenprobleme) sowie Sebastian Jung (Oberschenkelprobleme) fraglich - Veh: "Es steht nicht fest, ob sie spielen können". Dafür steht Carlos Zambrano nach abgesessener Gelb-Sperre wieder im Kader.

Für die Düsseldorfer sind drei Punkte fast schon Pflicht. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 besteht nur noch aus einem um drei Treffer besseren Torverhältnis. Allerdings ist die Elf von Trainer Norbert Meier als einzige in diesem Kalenderjahr noch ohne Auswärtssieg und seit bereits neun Partien ohne "Dreier". Mut macht hingegen die Statistik, dass F95 in dieser Saison bisher alle drei Spiele gegen die Mitaufsteiger Fürth und Frankfurt zu null gewonnen hat. Mit zwei möglichen (Leon Balogun, Andreas Lambertz) und drei definitiven Ausfällen (Martin Latka, Andriy Voronin, Nando Rafael) gestaltet sich die Personallage jedoch schwierig.



Schiedsrichteransetzungen

Ein Sieg muss her - so einfach ist das manchmal. Mit drei Punkten wäre Leverkusen sicher in der Champions League dabei, Nürnberg wäre auch nächste Saison definitiv erstklassig. Allerdings befindet sich der "Club" in einem Formtief, musste zuletzt drei Niederlagen einstecken. "Es liegt nun an uns, eine Reaktion auf die letzten Spiele zu zeigen", sagte Michael Wiesinger, der gegen Bayer "Wille, Leidenschaft und Handlungsschnelligkeit" sehen möchte.

"Nürnberg ist kein einfaches Pflaster", weiß Wiesingers Gegenüber Sami Hyypiä, der unter Umständen auf den angeschlagenen Daniel Carvajal verzichten muss. Dennoch wolle die Mannschaft "schon am Samstag den Sack" zumachen, sprich Platz 3 auch rechnerisch sichern, so Stefan Kießling, der selbst wohl der größte Sieggarant ist. In elf Duellen mit seinem ehemaligen Verein traf der Angreifer acht Mal.



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Die Abstiegsangst hat Bremen fest im Griff. Mit einem Sieg gegen 1899 Hoffenheim würde sich Werder der ärgsten Sorgen entledigen: Der direkte Abstieg wäre dann nicht mehr möglich. "Wir sind verpflichtet, alles zu versuchen", sagt Thomas Schaaf vor dem richtungsweisenden Duell mit der TSG, für das auch Kevin De Bruyne wieder an Bord sein wird.

Der Belgier sei neben Aaron Hunt und Nils Petersen der Spieler, den es auszuschalten gilt, erklärte Hoffenheims Coach Markus Gisdol. Dass der Traum vom direkten Klassenerhalt nach dem 32. Spieltag schon ausgeträumt sein könnte, daran denkt der 1899-Trainer nicht: "Ich denke genau bis zum Spiel." Ob in diesem Spiel Fabian Johnson, wie schon beim 3:0-Erfolg über Nürnberg, wieder sehr offensiv auflaufen wird, wollte der 43-Jährige nicht verraten.



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Mit dem Europapokal beschäftigt sich in Hannover und in Mainz anscheinend niemand mehr. Dabei könnte am Wochenende mit einem Sieg nochmals zum allerletzten Angriff auf Platz 6 geblasen werden (Tabellenrechner). Internationales Geschäft hin oder her - Mirko Slomka zieht mehr Motivation daraus, die 1:2-Niederlage aus der Hinrunde vergessen machen zu wollen. "Dieses Ergebnis aus dem Hinspiel wollen wir umdrehen", so der 96-Trainer, der von seiner Mannschaft kein "Halbgas" akzeptiert und wieder auf Christian Schulz zählen kann, der sich von seinen Rückenproblemen erholt hat.

Die Mainzer wollen endlich für den 50. Bundesliga-Sieg ihres Trainers Thomas Tuchel sorgen, der gegen die Niedersachsen wieder auf Andreas Ivanschitz setzen kann. Trotz der zuletzt fehlenden Erfolge geht Tuchel zuversichtlich in den Saisonendspurt: Die Mannschaft habe zuletzt eine gute Reaktion gezeigt.



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Sommerkick im Schwabenland? Von wegen! Auch wenn Fürth bereits abgestiegen ist und es für Stuttgart um nichts mehr geht, fordert Fredi Bobic vollen Einsatz. "Die letzten drei Spiele sind kein Auslaufen, vielmehr spielt jeder um seinen Platz im Pokalfinale", sagte der Sportdirektor des VfB. Allerdings muss Trainer Bruno Labbadia auf Mittelstürmer Vedad Ibisevic (Gelbsperre) und Tamas Hajnal (Knöchelverletzung) verzichten.

Gleich fünf Akteure fehlen der SpVgg. Sercan Sararer, Heinrich Schmidtgal, Milorad Pekovic, Michael Hefele und Zoltan Stieber fehlen. Dennoch wollen sich die Franken ordentlich aus der Bundesliga verabschieden. "Die letzten drei Spiele in der Bundesliga sollen positiv in Erinnerung bleiben", sagte Trainer Frank Kramer.



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