Nürnberg/Frankfurt - Seit fünf Spielen ohne Sieg, seit fünf Spielen gar ohne eigenen Treffer, Schlusslicht der Rückrundentabelle, und nun muss die Mannschaft zum 1. FC Nürnberg, der zuletzt drei Siege in Folge feierte: Eintracht Frankfurt will am Freitag (ab 20 Uhr im Live-Ticker) seine sportliche Durststrecke beenden und so den freien Fall in der Liga stoppen.

Die Hoffnungen ruhen vor allem auf Theofanis Gekas. Der Grieche hatte am 18. Dezember 2010 beim 1:0 gegen Tabellenführer Borussia Dortmund mit seinem 14. Saisontor den letzten Treffer für die Eintracht erzielt. Nach erst einem Punkt in der Rückrunde sind die Hessen nur noch vier Zähler vom Relegationsrang entfernt.

Nicht mehr frei im Kopf

"Wir müssen endlich wieder treffen und punkten - sonst können wir uns einen Helm aufsetzen", sagte Frankfurts Trainer Michael Skibbe vor der Partie beim "Club", gegen den in der Hinrunde nach schwachem Saisonstart die Trendwende glückte. Allerdings haben die Personalsorgen noch zugenommen. Neben den Langzeitverletzten fallen der verletzte brasilianische Spielmacher Caio (Faserrisse in der Bauchmuskulatur) und der erkrankte Rechtsverteidiger Sebastian Jung aus.

"Die ganzen Verletzten haben uns einen Knacks gegeben. Deshalb sind wir im Kopf nicht mehr frei", erklärte der Schweizer Nationalspieler Pirmin Schwegler und forderte: "Wir müssen als Mannschaft zusammenstehen und uns aus dieser Situation herauskämpfen."

Dafür steht Ioannis Amanatidis wieder zur Verfügung, der nach einer Aussprache mit Skibbe zurück im Kader der Frankfurter ist.

Nürnberg will die Serie ausbauen

Weitaus entspannter ist die Lage nach drei Siegen in Folge in Nürnberg. Mit einem weiteren Erfolg gegen Frankfurt können die Franken vorübergehend sogar auf Platz 6 vorrücken. Neue Saisonziele will Trainer Dieter Hecking aber nicht ausgeben.

"Wir dürfen keinen Deut nachlassen, was Laufbereitschaft, Einsatz und Einstellung angeht", sagte Hecking: "Aber generell sind meine Jungs so was von geerdet."

Chandler gegen den Ex-Club

Eine besondere Begegnung ist das Spiel für Rechtsverteidiger Timothy Chandler. Der 20-Jährige wechselte vor der Saison von Frankfurt nach Nürnberg und hat inzwischen den Durchbruch bei den Franken geschafft. "Meine Eltern, meine Schwester und viele Freunde werden im Stadion sein. Die halten alle zur Eintracht, aber für mich zählt nur Nürnberg", sagte Chandler.

Die Chancen, dass Chandler am Freitag Grund zum Feiern hat, stehen gut. Bei den letzten beiden Heimsiegen blieb Nürnberg ohne Gegentor - keine guten Vorzeichen für die "Null-Tore-Eintracht".