Zusammenfassung

  • Bayer Leverkusens Toptalent Kai Havertz erhält als bester U19-Junior die Fritz-Walter-Medaille in Gold

  • Teamkollege Julian Brandt: "Er hat das Zeug zum Weltstar"

  • Havertz ist der jüngste Spieler, der 50 Spiele in der Bundesliga bestritten hat

Köln – Die höchste Auszeichnung im deutschen Jugendfußball ist Kai Havertz nun gewiss: Der Youngster von Bayer 04 Leverkusen erhält für seine Leistungen in der Bundesliga und im Trikot der U19-Nationalmannschaft als bester U19-Junior die Fritz-Walter-Medaille in Gold. Eine Ehrung, die für den 19-Jährigen Anerkennung und Ansporn gleichermaßen sein soll. Dem gebürtigen Aachener winkt eine ähnlich spektakuläre Karriere wie einigen seiner Vorgänger.

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Zu den Trägern des Preises, der seit 2005 vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) vergeben wird, zählen unter anderem die Weltmeister Benedikt Höwedes (2007) und Matthias Ginter (2013), aber auch Superstars wie Kevin-Prince Boateng (2006) und Marc-Andre Ter Stegen (2012). Auch im eigenen Team kann Havertz auf goldige Mitspieler vertrauen: Innenverteidiger Jonathan Tah wurde 2015 mit dem renommierten Preis ausgezeichnet, ein Jahr später folgte Abwehrkollege Benjamin Henrichs. Für Havertz selbst ist es nicht die erste Fritz-Walter-Medaille seiner Laufbahn, wurde er doch vor zwei Jahren in der Altersklasse U17 mit Silber (wie auch Mitspieler Julian Brandt 2014 in der Altersklasse U18) bedacht.

Was er spielerisch und technisch leistet, ist teilweise grandios. Kai hat das Talent und Potenzial, ein Weltstar zu werden" Julian Brandt (Bayer 04 Leverkusen) über Kai Havertz

"Die Fritz-Walter-Medaille hat sich als bedeutendste Einzelauszeichnung im deutschen Nachwuchsbereich etabliert", sagt Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften beim DFB. "Die Preisträgerinnen und Preisträger verfügen über außerordentliche Qualitäten, großen sportlichen Ehrgeiz und zeichnen sich auch abseits des Platzes durch ihren Teamgeist und ihr Auftreten aus. Wichtig ist uns, dass die Talente diese Medaille als großen Ansporn verstehen: Ihr Ziel muss es sein, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln, damit sie später einmal in unserer jeweiligen A-Nationalmannschaft ankommen."

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Das ist auch die Marschroute für Kai Havertz, der als jüngster Spieler der Bundesliga-Geschichte die 50-Spiele-Marke erreichte. Im Bayer-Dress überzeugt das flexibel einsetzbare Offensivtalent durch Spielübersicht, Passsicherheit und Torgefahr, so dass er in 54 Partien bereits 22 Torbeteiligungen (sieben Tore, 15 Vorlagen) sammeln konnte. "Was er spielerisch und technisch leistet, ist teilweise grandios. Er wird in den nächsten Jahren weiter wachsen und ein ganz großer Spieler werden, wenn er vom Kopf her bleibt, wie er momentan ist. Kai hat das Talent und Potenzial, ein Weltstar zu werden", lobt ihn beispielsweise Teamkollege und Freund Julian Brandt in den höchsten Tönen.

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Havertz: "Ich habe noch nichts erreicht"

Für Havertz kein Grund zum Abheben, der 19-Jährige bleibt betont bescheiden: "Ich bin generell so erzogen worden, dass man immer schön auf dem Teppich bleibt. Meine Eltern haben mir vermittelt, dass Arroganz oder Hochnäsigkeit nun wirklich nichts Erstrebenswertes sind", erklärte der umschwärmte Youngster im Exklusivinterview mit bundesliga.de: "Warum sollten Fußballer auch etwas Besonderes sein? Wir sind ganz normale Menschen wie die meisten anderen auch. Im Übrigen habe ich auch noch gar nichts erreicht. Im Fußball kommt es auf Titel an, und da habe ich bei den Profis noch gar nichts vorzuweisen."

Thomas Reinscheid

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