Köln - Samstagmittag auf der Autobahn, irgendwo zwischen Frankfurt und Dortmund. Ein Bus mit 50 Eintracht-Fans auf dem Weg zum Auswärtsspiel beim BVB. Es wird viel gesungen und gelacht, die Stimmung ist hervorragend. Statt Gerstensaft läuft in diesem Bus Apfelschorle in Strömen. Es ist die dritte Auswärtstour der Junior-Adler, dem Kids-Club der SGE. Acht Betreuer ermöglichen 42 Kindern - darunter zehn Mädchen - zwischen sieben und 13 Jahren einen unvergesslichen Tag. Auch, wenn die gutgelaunte Gruppe die Rückreise ohne Punkte antreten muss.

Selbst der Stau auf der Anreise kann die gute Laune nicht trüben. Als der Bus dann endlich vor dem Signal Iduna Park hält, machen die Kinder große Augen. So eine große Arena hatten die meisten von ihnen vorher noch nicht gesehen. Das Stadion mit der höchsten Zuschauerkapazität der Bundesliga war bei den Junior-Adlern schon im Vorfeld als Reiseziel äußerst begehrt. Innerhalb von sechs Minuten war die Tour ins Ruhrgebiet restlos ausverkauft.

BVB-Familienblock überzeugt die jungen Gäste

Auch die Ausstattung des Familienblocks beeindruckt die Frankfurter Reisegruppe: "Es gibt dort jede Menge Spielmöglichkeiten", lobt Mirijam Dunzendorfer, die für den Kids-Club der Eintracht verantwortlich ist. "Die Zusammenarbeit mit dem BVB hat perfekt funktioniert. Leider konnten wir unser angedachtes Treffen mit den Kindern des BVB-Kids-Clubs nicht durchführen, weil wir durch den Stau erst so spät am Stadion waren", so Dunzendorfer weiter.

Das Spiel verfolgen die Kinder gebannt auf der Tribüne, doch die lauten Anfeuerungsrufe und alles Daumendrücken nutzt nichts: Borussia Dortmund gewinnt die Partie mit 2:0. "Natürlich hätte ich mir einen Sieg gewünscht. Ich bin schon ein wenig enttäuscht", erklärt die achtjährige Lisa, fügt aber direkt strahlend an: "Es war eine Superfahrt in ein Superstadion".

Mehr Punkte 2015/16?

In der nächsten Saison werden die Junior-Adler wieder auf Tour gehen und hoffen, nach dem Unentschieden auf Schalke und den Niederlagen in Stuttgart und Dortmund auch mal wieder mit drei Punkten im Gepäck die Heimfahrt anzutreten. Dann wäre die Stimmung im Bus auf der Rückfahrt sicherlich noch ein kleines bisschen besser.

Florian Reinecke