Lieber auf Routine setzen oder auf die forsche Jugend? Kann eine Mannschaft mit vielen jungen Spielern überhaupt erfolgreich sein? Diese Fragen stellen sich natürlich viele OBM-Trainer.

Sind die jüngeren Kollegen, die erst am Anfang einer vielversprechenden Karriere stehen, genauso beliebt wie etwa die etablierten Ü30-Profis oder werden die U-20er im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) gar von den Verantwortlichen favorisiert?

Fakt ist: Wer die Möglichkeit hat, talentierte und junge Spieler einzusetzen, kann auf ein enormes Entwicklungspotential in seinem Team hoffen.

Kroos und Özil enorm beliebt

Diesen Schluss haben auch enorm viele OBM-Coaches gezogen. So ist Deutschlands Neu-Nationalspieler, Bremens Mesut Özil (20), mittlerweile in 18 517 OBM-Teams zu finden. Neben seiner aussichtsreichen Zukunft machen ihn seine überragenden OBM-Werte (Passspiel (PS) 78 %, Gesamtstärke (GS) 68 %) und der dazu noch verhältnismäßig geringe Marktwert von 4, 90 Mio Euro zu einem äußerst gefragten Spieler.

Getoppt wird die Anzahl seiner Transfers in OBM-Teams nur von der des vom FC Bayern an Leverkusen ausgeliehenen Shootingstars Toni Kroos (19). Der Mittelfeldspieler taucht in den Aufstellungen von sage und schreibe 21.720 OBM-Vereinen auf. Somit wurde das, nach Ansicht vieler Experten, größte Deutsche Fußballtalent von jedem fünften Verantwortlichen im gesamten OBM verpflichtet und dies, obwohl er bei einer GS von 43 % im Vergleich zu Özil noch einiges aufzuholen hat.

Talentschmiede VfB Stuttgart

Was im OBM praktiziert wird, war auch schon in der realen Bundesliga erfolgreich. So setzte der VfB Stuttgart in der Saison 2002/03, aus einer Notsituation heraus, auf eine fast ausschließlich aus Nachwuchsspielern bestehende Mannschaft. Trainer Felix Magath formte aus dem Team die berühmten "jungen Wilden" um Kevin Kuranyi, Andreas Hinkel und Timo Hildebrand, wurde mit ihnen sogar sensationell Vizemeister.

Im aktuellen Kader der Schwaben finden sich mit Mario Gomez, Serdar Tasci und Sami Khedira bereits deren Nachfolger. Auch viele der Shootingstars aus Hoffenheim entspringen der Talentschmiede des VfB. So schnürten Andreas Beck, Tobias Weis oder auch TSG-Kapitän Marvin Compper in der Jugend die Schuhe für Stuttgart.

Ein guter Riecher ist gefragt

Am größten ist bei jedem OBM-Manager wohl die Freude, wenn ein bereits von ihm verpflichtetes Talent den Durchbruch in der Bundesliga schafft. Dieses Glücksgefühl werden jene OBMler verspürt haben, die schon vor der Saison auf den 19-jährigen Kölner Kevin Pezzoni oder den 21-jährigen Schalker Benedikt Höwedes gesetzt haben.

FC-Stammspieler Pezzoni, immerhin bereits in der Gunst von 5161 Managern, hat in punkto OBM-Werte und –Marktwert eine ebenso große Zukunft vor sich wie S04-Eigengewächs Benedikt Höwedes. Der Innenverteidiger, der den etablierten Mladen Krstajic und Marcelo Bordon im Verein längst die Position mehr als streitig macht, steht mittlerweile in 9350 OBM-Kadern.

Auch junge, jedoch bereits erfahrenere Fußballer, wie Dortmunds 20-jähriger Nuri Sahin (1378 Verpflichtungen, OBM-GS 55 %) und Mönchengladbachs ein Jahr jüngerer Dribbelkünstler Marko Marin (deren 6916, OBM-GS 56 %) sind, nicht zuletzt aufgrund ihrer großen Perspektive, sehr gefragt. Also: Weiterhin nicht zögern auf die Jugend zu setzen, der nächste Rohdiamant wartet nur darauf entdeckt zu werden!

Christian Krämer