Zusammenfassung

  • Matthias Ginter ersetzt bei den Fohlen den abgewanderten Andreas Christensen

  • Trotz erst 23 Jahren weist der Innenverteidiger enorme Erfahrung auf

  • Der Weltmeister gewann kürzlich Confed-Cup und DFB-Pokal

Mönchengladbach - Neuzugang Matthias Ginter soll bei Borussia Mönchengladbach in der neuen Saison für Stabilität in der Abwehr sorgen. Der ehemalige Dortmunder bringt Potenzial und Routine mit an den Niederrhein, kommt mit der Empfehlung großer Titel. Er passt zu den Fohlen, wie es kaum ein Zweiter getan hätte: Ginter ist einerseits Talent, andererseits erfahrener Bundesliga-Spieler und damit das i-Tüpfelchen unter den neuen Gesichtern bei der Borussia.

>>> Keinen Wechsel verpassen - zum offiziellen Bundesliga-Transfercenter

Ginter nimmt im Gladbacher Kader den Platz von Andreas Christensen ein, den es nach einer zweijährigen Leihe zurück zu Premier-League-Sieger FC Chelsea führte. Sicher wird es keine leichte Aufgabe, den Dänen zu ersetzen: Christensen gehörte in der vergangenen Spielzeit zu den zweikampfstärksten Spielern der Bundesliga. Die Borussia-Verantwortlichen sind sich jedoch sicher, dass Ginter der richtige Mann ist, um ohne viel Anlaufzeit für eine wackelfeste Abwehr zu sorgen. "Wir haben einen großartigen Spieler für Borussia gewonnen, um den wir lange gekämpft haben", freute sich Sportdirektor Max Eberl bei der Vorstellung des Neuzugangs der Fohlen.

Das Besondere

© gettyimages / Chris Brunskill Ltd

Ginter ist der sechste Transfer der Mannschaft von Trainer Dieter Hecking. Ein Blick auf die Gekommenen verrät, dass das Team vom Niederrhein auch in der neuen Saison konsequent auf junge Spieler setzt. Mit 23 Jahren ist Ginter der zweitälteste Neu-Borusse, ein Jahr älter ist nur der aus Freiburg verpflichtete Vincenzo Grifo. Grifo weist die Erfahrung von 42 absolvierten Bundesliga-Partien auf, die weiteren Neuzugänge Reece Oxford, Denis Zakaria, Florian Neuhaus und Mickael Cuisance werden bald ihre ersten Bundesliga-Einsätze bestreiten. Ginter kommt mit der Empfehlung von 137 Bundesliga-Spielen.

>>> Max Eberls Näschen für Talente

"Er soll eine wichtige Korsettstange bei uns werden und den noch jüngeren Spielern helfen", sagte Eberl. Und damit bringt der 14-malige Nationalspieler eine Qualität mit, die in seiner Altersklasse weltweit eine Rarität ist. Ginter ist sofortige Verstärkung und Versprechen in die Zukunft zugleich, Talent und Erfahrung in einer Person. Seit diesem Sommer darf er sich Confed-Cup-Sieger nennen, holte kurz zuvor mit dem BVB den DFB-Pokal und mit Deutschland schon im Alter von 20 Jahren den Titel bei der Weltmeisterschaft in Brasilien 2014. Für die schwarz-gelbe Borussia absolvierte der gebürtige Freiburger, der der Jugend des SC entstammt und dort seine ersten Profiminuten bestritt, in der vergangenen Spielzeit mit 42 am fünftmeisten Pflichtspiele - hinter Ousmane Dembélé, Pierre-Emerick Aubameyang, Christian Pulisic und Julian Weigl.

Nächster Schritt

Von den Dortmunder Anhängern verabschiedete sich "matzeginter28", der seine Rückennummer auch bei seiner neuen Borussia behält, mit einem Foto der Südkurve des Signal Iduna Parks via Instagram. "Die Emotionen, die von dieser Kurve ausgehen, packten mich in jedem Spiel", schrieb er. "Genauso sehr freue ich mich nun auf den nächsten Schritt. In Gladbach entwickelt sich eine hungrige junge Mannschaft mit sehr viel Potenzial. Ich freue mich riesig, nun dort meinen Weg weiter zu gehen und ein Teil der Zukunft dieses Vereins zu sein." Hungrig und jung, das sind auch Attribute, die zu Matthias Ginter passen. Das große Potenzial in der Truppe seines neuen Arbeitgebers dürfte er weiter vergrößern und damit perfekt zur Borussia passen.

Felix Tschon