Zusammenfassung

  • Julian Nagelsmann freut sich über den ersten Auswärtssieg der Saison.

  • Der 31-Jährige gastiert erstmals seit Bekanntgabe des Wechsels bei seinem Neu-Club Leipzig.

  • In die Kaderplanung ist Nagelsmann noch nicht involviert.

Köln - Die TSG Hoffenheim nimmt Schwung auf vor den schwierigen Duellen gegen RB Leipzig und Manchester City. Die Rotation von Julian Nagelsmann ist bislang voll aufgegangen.

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Julian Nagelsmann stürzte sich mit einem zufriedenen Lächeln in die Vorbereitung auf das Duell gegen seine eigene Zukunft. Die durchaus kühne Rotationsrechnung des jungen Trainers von 1899 Hoffenheim war vor der besonderen Partie gegen seinen künftigen Arbeitgeber RB Leipzig und dem folgenden Champions-League-Kracher gegen Manchester City voll aufgegangen.

"Das Selbstvertrauen ist groß"

"Es war ein psychologisch ganz wichtiger Sieg in der Hochphase der Belastung", sagte Nagelsmann nach dem 3:1 (1:0)-Erfolg bei Hannover 96 und nickte zufrieden mit Kopf. Durch den erste Auswärtssieg wahrte die TSG den Anschluss an die vorderen Bundesligaplätze und nahm frischen Schwung auf. "Wir haben spielerisch eine gute Linie, das Selbstvertrauen ist groß", sagte Kapitän Kevin Vogt. Gleichzeitig konnten wichtige Leistungsträger ihren Akku für die anstehenden Prüfungen der höchsten Kategorie aufladen.

Video: Nagelsmann im Fokus gegen Leipzig

Das Duell am Samstag gegen Leipzig ist keine alltägliche Partie, Nagelsmann rückt ganz besonders in den Fokus. Ab der kommenden Saison steht der 31-Jährige beim Gegner an der Seitenlinie. Jetzt liefert er sich ein Duell mit seinem künftigen Boss Ralf Rangnick, der den Trainerposten bei RB in diesem Jahr übergangsweise besetzt.

Für Nagelsmann ein "ganz normales Bundesliga-Spiel"

"Es interessiert mich Nullkommanull, wer auf der anderen Seite steht", sagte Nagelsmann der Sport Bild: "Es ist ein ganz normales Bundesliga-Spiel für mich." Auch in die Kaderplanung bei seinem künftigen Klub sei er noch nicht involviert. Die Suche nach einem Haus in Sachsen soll aber bereits laufen.

"Es interessiert mich Nullkommanull, wer auf der anderen Seite steht" Julian Nagelsmann

Beruflich ist Nagelsmann noch immer voll auf den Erfolg mit der TSG fixiert. In Hannover sorgte er mit der Personalrochade auf der Torhüterposition für eine Überraschung. Stammkeeper Oliver Baumann durfte sich den letztlich überzeugenden Auftritt seiner Mannschaftskollegen auf der heimischen Couch ansehen. "Natürlich ist die Belastung bei einem Torwart erträglich gewesen in den letzten Wochen, aber ich schaue im Kalender ein bisschen weiter voraus", sagte Nagelsmann. Baumann habe mental komplett abschalten sollen.

Julian Nagelsmann coacht den TSG in dieser Saison zum letzten Mal
Julian Nagelsmann coacht den TSG in dieser Saison zum letzten Mal © gettyimages / Cathrin Mueller

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In Hannover feierte dafür Gregor Kobel ein starkes Bundesligadebüt zwischen den Pfosten. "Darauf arbeitet man sein ganzes Leben hin. Wir haben viele Spiele in den Knochen und trotzdem bis zum Ende weitergemacht", sagte der 20 Jahre alte Schweizer: "Dass ich mich am Ende noch auszeichnen konnte, hat mich gefreut."

Die Treffer für die auch ohne Nationalspieler Nico Schulz und Torjäger Andrej Kramaric gestarteten Kraichgauer erzielten Joshua Brenet (20.), Pavel Kaderabek (49.) und Ishak Belfodil (90.+3). Hannover konnte zwischenzeitlich per Foulelfmeter von Niclas Füllkrug (55.) verkürzen.

SID