Köln - Erst einen Korb kassiert, drangeblieben und jetzt doch zusammengefunden: Nachdem sich Borussia Mönchengladbach im letzten Sommer noch vergeblich um Josip Drmic bemüht hatte, sucht er nun nach einer Saison bei Bayer Leverkusen doch sein Glück bei der Fohlenelf. bundesliga.de stellt den Angreifer vor und erklärt, warum ihn Gladbachs Sportdirektor Max Eberl unbedingt haben wollte.

 "Max Eberl hat immer an mich geglaubt und ist immer dran geblieben", freut sich Drmic über das in ihn gesetzte Vertrauen, das auch nach einem durchwachsenen Jahr in Leverkusen nicht weniger geworden ist.

Torjäger mit vielen Qualitäten

Bei der Werkself absolvierte der Schweizer in der abgelaufenen Saison zwar 25 Bundesliga-, sieben Champions-League und vier DFB-Pokal-Spiele, in der Startelf tauchte sein Name allerdings nur sieben Mal auf. Zu wenig für einen, der immer Vollgas geben und seiner Mannschaft helfen will. Dass Drmic bei nur 804 Minuten Einsatzzeit in der Bundesliga trotzdem sechs Treffer erzielt hat, spricht für seine Qualitäten als Torjäger.

Doch Drmic ist weit mehr als ein klassischer Knipser in vorderster Front. Er geht weite Wege, weicht häufig auf die Außenbahnen aus, um Räume zu schaffen, und ist kombinationsstark. Wichtige Voraussetzungen, um im schnellen Umschaltspiel der Borussia funktionieren zu können. Mit 22 Jahren ist er zudem noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung und hat in Lucien Favre nun einen Landsmann als Trainer, der dafür bekannt ist, junge Spieler besser zu machen. "Er ist ein hervorragender Trainer", sagt Drmic. "Mein Wunsch ist, besser zu werden und viel von ihm zu lernen."

"Gemeinsam erfolgreich sein"

Dafür will Drmic schon in der Vorbereitung alles geben. Er weiß, dass die Wochen bis zum Saisonstart für ihn besonders wichtig sind. Drmic muss die Spielidee verinnerlichen, sich an seine Mitspieler gewöhnen und die taktischen Abläufe einstudieren. Harte Arbeit, vor der sich der beim FC Zürich ausgebildete Schweizer Nationalspieler kroatischer Herkunft nicht scheut.

Beim FCZ, so eine Geschichte aus dem Februar 2012, trainierte Drmic gar bei Temperaturen von minus sechs Grad noch ohne Mütze und hochmotiviert – mit Erfolg. Beim FCZ etablierte er sich im Profigeschäft und suchte schließlich 2013 eine neue Herausforderung beim 1. FC Nürnberg. Bei den Franken erzielte Drmic dann 17 Treffer in 33 Spielen und machte dadurch die großen Clubs auf sich aufmerksam, wobei seine Wahl zunächst auf Leverkusen fiel.

In Mönchengladbach soll er nun der Borussia helfen, auch in der neuen Saison im Kampf um die internationalen Plätze gut abzuschneiden und in der Champions League vielleicht für die eine oder andere Überraschung zu sorgen. "Gemeinsam mit meinen Teamkollegen erfolgreich sein", will Drmic. Klappt das, dann wird aus der eingegangenen Partnerschaft vielleicht eine große Liebe.