Augsburg - Eintracht Frankfurt steht nach einem über weite Strecken zerfahrenen Spiel in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Die Hessen mühten sich beim Regionalligisten FV Illertissen zu einem letztlich verdienten 2:0 (0:0)-Erfolg.

Eine Woche vor dem Bundesligastart bei Aufsteiger Hertha BSC hat die Eintracht, für die Joselu 64.) und Sebastian Rode 90.+2) trafen, zwar noch Luft nach oben. Doch die Bilanz im Pokalwettbewerb hat sie im Vergleich zum Vorjahr bereits verbessert: In der vergangenen Saison war der Europa-League-Starter noch in der ersten Pokalrunde an Zweitligist Erzgebirge Aue gescheitert.

Morina vergibt leichtfertig



Wegen der hohen Sicherheitsauflagen konnte der bayerische Amateurmeister das Spiel nicht im heimischen Vöhlinstadion austragen, sondern musste in die Augsburger Arena umziehen. Dort waren die Hessen vor 6081 Zuschauern, darunter knapp 3000 lautstarke Frankfurter Anhänger, zwar besonders in der Anfangsphase überlegen, zu guten Chancen kamen sie allerdings kaum.

Ein harmloser Fernschuss von Kapitän Pirmin Schwegler blieb lange Zeit die beste Gelegenheit für den Favoriten. Der Außenseiter aus Illertissen konzentrierte sich fast ausschließlich auf die Defensivarbeit, legte aber mit zunehmender Spieldauer den Respekt ab und hatte durch Ardian Morina sogar eine gute Chance: Nach einem Abwehrfehler vergab der FVI-Stürmer allerdings aus aussichtsreicher Position leichtfertig.

Jung auf Joselu: Frankfurt legt den Schalter um



Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung langsam etwas Fahrt auf. Der Bundesligist agierte zielstrebiger, setzte sich in der Hälfte des Gegners fest und kam zu einigen guten Chancen. Erst vergab Alexander Meier nach einer präzisen Flanke von Bastian Oczipka, dann lenkte FVI-Kapitän Michael Passer eine abgefälschte Flanke beinahe ins eigene Tor.

Neuzugang Joselu belohnte dann die Bemühungen seines Teams mit dem verdienten Führungstreffer. Nach einer scharfen Flanke von Sebastian Jung erzielte der Spanier das 1:0. In der Folge kontrollierte Frankfurt das Spiel, ohne sonderlich zu glänzen, und ließ den Gegner erfolglos dem Ball hinterherlaufen. Entsprechend schwanden die Kräfte bei den Gastgebern, die nicht mehr gefährlich in Aktion traten. Rode mit einem 20-Meter-Hammer in den linken Winkel schließlich den Schlusspunkt.

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