Köln - Weiter nach oben! Jonathan Schmid hat sich als Spieler in der Bundesliga etabliert. Ein schrittweiser und effektiver Weg: Nach sieben Jahren beim SC Freiburg spielt der 25-Jährige ab der kommenden Saison für die TSG 1899 Hoffenheim und macht damit einen weiteren Sprung in seiner Karriere. Als vielseitig einsetzbarer Offensivspieler soll Schmid die TSG nach vorne treiben.

bundesliga.de stellt die fußballerische Laufbahn, die Stärken und die neue Rolle im TSG-Kader des geborenen Franzosen vor. "Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir unseren Kader mit solch einem dynamischen und variablen Spieler, der zudem ein exzellenter Standardschütze ist, verstärken können", freut sich bereits Alexander Rosen, Direktor Fußball der TSG 1899 Hoffenheim.

Früh übt sich – Der Weg in die Bundesliga

Bereits mit vier Jahren hat Jonathan Schmid gegen den Ball getreten – in der Fußballschule von Racing Straßburg. Über mehrere Stationen innerhalb Frankreichs, folgte der Wechsel zum deutschen Verbandsligisten Offenburger FV. Nach einem halben Jahr in der Verbandsliga führte der Weg im Jahr 2008 nach Freiburg, wo Schmid in der Jugend spielte.  Ein Entwicklungsweg in Etappen, der über die Reservemannschaft ins Profiteam des SC Freiburg führte. Am 22. Januar 2011 wurde Schmid beim 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg eingewechselt und bestreitete damit sein Profidebüt

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Ein entscheidender Förderer, der großen Anteil an seiner Entwicklung hat, ist Christian Streich. Schmid weiß, was er dem Freiburger Coach zu verdanken hat: "Ich arbeite im Training so konzentriert und konstant wie möglich. Das muss man auch, denn die Trainer schauen immer genau hin. Ansonsten habe ich auch Glück gehabt, dass Christian Streich Cheftrainer wurde, der mich schon aus der A-Jugend kennt“, äußerte sich der 25-Jährige in einem Interview auf der Internetseite des SC Freiburg.

Nach abgeschlossenem Profivertrag spielte Schmid zwar weiterhin auch für die zweite Mannschaft, konnte sich aber entscheidend durchsetzen. Immer wieder wurde er in der ersten Mannschaft eingesetzt und erzielte im Februar 2012 gegen den SV Werder Bremen sein erstes Bundesliga-Tor. Mehr und mehr entwickelte sich Schmid zu einem Leistungsträger, beispielsweise hatte er in der Saison 2012/13 mit elf Toren und sechs Torvorlagen einen großen Anteil am Freiburger Einzug in den Europapokal.

Neue Herausforderungen in Hoffenheim

Nach dem Abstieg des SC Freiburg hat Schmid sich entschieden, in Zukunft für die TSG 1899 Hoffenheim zu spielen. In der Offensive der Freiburger spielte der Franzose auf der rechten Außenposition eine große Rolle. Bei den Breisgauern spielte er hauptsächlich auf dem rechten Flügel, ist in der Offensive jedoch flexibel einsetzbar. In der vergangenen Spielzeit lief der 25-Jährige einige Male als Außenverteidiger, einmal sogar als Stürmer auf.

Der in Straßburg geborene Schmid ist "neugierig auf ein neues Umfeld". Nach dem "bitteren Abstieg mit dem SC Freiburg, wo ich sieben angenehme und erfolgreiche Jahre verbringen durfte", wollte der 1,79 Meter große Elsässer seine "Entwicklung aber unbedingt in der Bundesliga vorantreiben". Die TSG 1899 Hoffenheim biete die "optimalen Voraussetzungen, den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen", so Schmid gegenüber der Hoffenheimer Vereins-Homepage.

Antreiber mit Top-Werten im Vorwärtsgang

Schmid ist ein durchsetzungsfähiger Flügelspieler mit Zug zum Tor. Er spielt vor allem immer wieder seine immense Schnelligkeit aus und ist sehr sprintfreudig.  Mit elf Assists war er bester Vorbereiter des SC in der vergangenen Saison - ligaweit bereiteten nur drei Spieler mehr Treffer vor. Für den Elsässer selbst war das ein neuer persönlicher Saisonrekord (zuvor acht). Dazu gesellen sich vier eigene Treffer. Damit war er an fast der Hälfte der 36 SC-Tore beteiligt (42 Prozent).

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Mit einer Passquote von 76,2 Prozent, welche für einen Offensivspieler sehr erfolgreich ist, erhöht er den Druck auf den Gegner. In der letzten Saison stand Schmid als Dauerbrenner 32 Mal von Beginn an auf dem Platz und ruft mit durchschnittlich elf Kilometern pro Spiel zusätzliche Dauerbrenner-Qualitäten ab. Zudem gilt der 25-Jährige als Standardspezialist – von den elf Assists dieser Saison resultieren fünf aus Standards und zwei aus herausgeholten Elfmetern.

Schmid absolvierte bisher 118 Bundesligaspiele. Dabei war er 49 Mal direkt an Treffern beteiligt: 20 Tore markierte er selbst, 29 Mal gab er die Vorlage zu einem Treffer. Nicht nur das statistische Fazit belegt, dass Schmid der TSG mit seinem Offensiv-Spektakel noch viel Freude bereiten könnte.

Von Patrick Eckholt