Köln - Jonas Hofmann ist seit Freitag zurück im Mannschaftstraining. Auf den ersten Blick keine allzu spektakuläre Meldung; das gehört zum Bundesliga-Alltag. Aber der zweite Blick verrät jede Menge über die große Bedeutung von Hofmann für den 1. FSV Mainz 05.

Mit der Leihgabe von Borussia Dortmund eilten die 05er in der Hinrunde von Erfolg zu Erfolg. Wurde der Mittelfeldspieler in den ersten beiden Saisonspielen noch für den BVB eingewechselt, so lief er am 3. Spieltag erstmals im Mainzer Trikot auf - und gleich in der Startelf. Dem 3:1-Auswärtssieg gegen Hertha BSC folgten fünf weitere Partien ohne Niederlage, ehe es zunächst Jonas Hofmann erwischte.

Beim 2:1-Sieg gegen den FC Augsburg am 8. Spieltag riss sich der 22-Jährige das Außenband im rechten Knie. Und es riss auch die Serie vom Mainz 05, das fortan kein einziges Spiel mehr gewann. Natürlich: Niemand kann beweisen, dass es mit dem Außenbahnspieler anders gelaufen wäre. Doch es waren nicht nur die drei Tore und 16 Torschussbeteiligungen, die Hofmann bis zum Augsburg-Spiel auszeichneten.

Comeback zur Rückrunde gegen Paderborn?

Der Ex-Dortmunder beherrscht das von Trainer Kasper Hjulmand geforderte Gegenpressing und Umschaltspiel wie kaum ein anderer im Team. Als Anspielstation und Unterstützer von Stoßstürmer Shinji Okazaki ist Hofmann nicht zu ersetzen. Die Hoffnung auf einen guten Rückrundenstart ist in Mainz deshalb eng mit der Rückkehr Hofmanns verbunden.

"Die kommenden zwei Wochen werden zeigen, wie es läuft. Ich will nicht sagen, dass ich zu 100 Prozent gegen Paderborn spielen kann, ich will es aber auch nicht komplett ausschließen. Wir haben ja noch zwei Testspiele, da werde ich sehen, ob ich vielleicht in der Woche vor dem Ligastart mitspielen kann“, sagt Hofmann auf der Mainzer Homepage. Im Moment fühle sich das Knie gut an und er versuche an die Form anzuknüpfen, die er vor der Verletzung hatte.

Etwa dreieinhalb Monate hätte Hofmann seit seiner Verletzung gefehlt, sollte er zum Rückrundenstart zuhause gegen den SC Paderborn wieder dabei sein. Es wird Zeit also höchste Zeit, dass dieser Klasse-Fußballer wieder "mitspielt“.