Wolfsburg - John Anthony Brooks verlässt seinen Jugendverein Hertha BSC zur kommenden Saison und schließt sich dem VfL Wolfsburg an. Der Innenverteidiger soll bei den Niedersachsen, die erst in der Relegation gegen Braunschweig den Bundesliga-Verbleib sicherten, eine tragende Rolle einnehmen. Er bringt eine Menge mit, um genau das zu tun.

>>> Jetzt die Bundesliga-App downloaden!

Brooks zeichnet sich durch Charakteristika aus, die sich viele Clubs in einem Abwehrakteur wünschen. Erstmal ist er enorm zweikampfstark. In der vergangenen Saison entschied der 30-malige US-amerikanische Nationalspieler 61,3 Prozent seiner Duelle für sich - sogar 67,9 Prozent seiner Zweikämpfe in der Luft, 58,4 am Boden. Neben der Grundbedingung, um ein guter Verteidiger zu werden, bringt er jedoch auch noch seltenere Eigenschaften auf der Position mit. Der gebürtige Berliner verfügt über einen guten Antritt und eine noch bessere Endgeschwindigkeit. Er ist dazu passsicher, sowohl bei kurzen als auch bei langen Zuspielen. Kurzum: Brooks verkörpert hinten drin das Komplettpaket.

Jung und erfahren

Nicht nur seine Fähigkeiten und physischen Merkmale machen ihn aus. Im Januar feierte er gerade einmal seinen 24. Geburtstag. Bei 90 absolvierten Partien in der Bundesliga und 29 in der 2. Bundesliga. Bei 30 Einsätzen für die USA, unter anderem in Weltmeisterschaft, Copa América und Gold Cup. Mit 24 Jahren hat Brooks schon einige Erfahrung gesammelt, kann bereits auf sechs gespielte Saisons auf höchster Ebene zurückblicken.

>>> Offizieller Transfermarkt: Alle Wechsel der Bundesliga-Clubs auf einen Blick

Insgesamt hat Brooks ganze zehn Jahre das Trikot der Alten Dame getragen. Von Juniorenmannschaft zu Juniorenmannschaft, von Zweitvertretung zum Profiteam. "Die Entscheidung, meine Geburtsstadt zu verlassen, fiel mir nicht leicht", sagte er nach der Bekanntgabe seines Wechsels nach Wolfsburg. Das Konzept habe ihn aber überzeugt. Genauer: Die Pläne von Trainer Andries Jonker und dem sportlichen Leiter Olaf Rebbe.

Mit Brooks an alte Erfolge anknüpfen

Der VfL will wieder angreifen. Die abgelaufene Spielzeit, mit der Endplatzierung 16 und dem erzitterten Klassenerhalt in den Relegationspartien, soll ein Weckruf sein für den Deutschen Meister von 2008/09 und Vizemeister von 2014/15. Wolfsburg möchte den Erfolg zurück. "Ich möchte meinen Teil dazu beitragen", sagt Brooks. Schwer vorstellbar, dass ihm das nicht gelingt.

Felix Tschon